Drei Saisonsiege, EM-Gold, nur ein Punkt Rückstand im Gesamtweltcup – Rodler Jonas Müller checkte am Montag in Topform im olympischen Dorf ein. Bereits am Mittwoch steigt das erste Training im Cortina Sliding Centre, Samstag und Sonntag geht es in insgesamt vier Läufen um die Einsitzer-Medaillen.
"Es muss alles zusammenspielen. Wer es am saubersten erwischt, wird am Schluss vorne sein", sagt Müller im "Heute"-Gespräch. "Das Hauptproblem ist Kurve vier. Wenn die nicht exakt passt, kassiert man danach eine von der Bande."
Für Müller sind es die ersten Winterspiele. 2022 scheiterte der Vorarlberger in der internen Quali. "Ich war sehr enttäuscht und habe überlegt, ob ich aufhören soll. Aber das hätte ich eventuell später bereut."
Die Rodel-Pension wurde verschoben, stattdessen träumt das 102-Kilo-Kraftpaket nun von Olympia-Gold. "Ich nehme mir viel vor. Aber auch die Deutschen sind sehr stark."
Und falls der große Coup gelingt? "Wird sich nicht brutal viel ändern, auch finanziell nicht. Wir sind eine Randsportart. Der Trubel wäre eine Zeit lang groß, aber der legt sich wieder." Frag nach bei David Gleirscher, dem Olympiasieger von 2018.
Müller hadert nicht. "Ich habe keinen Neid. Rodeln ist nicht mit Skifahren oder Skispringen zu vergleichen."