Bei der Entwicklerkonferenz I/O 2026 hat Google massive Veränderungen für seine Suchmaschine angekündigt. Die Suchleiste soll Stück für Stück in eine Chatbot-Eingabemaske verwandelt werden, die an ChatGPT erinnert.
Bereits jetzt sind KI-Übersichten in der Suche allgegenwärtig: Laut CEO Sundar Pichai nutzen 2,5 Milliarden Menschen monatlich dieses Feature. Bei rund 20 Prozent aller Suchanfragen erscheinen automatisch KI-generierte Zusammenfassungen, bei längeren Anfragen sogar bei fast der Hälfte.
Wie t3n.de berichtet, sollen künftig KI-Agenten eigenständig Suchanfragen durchführen. Mit dem neuen Produkt Gemini Spark will Google außerdem ein Always-on-Modell einführen, das das komplette Leben der Nutzer organisieren soll. Ein Pro- oder Ultra-Abo wird dafür allerdings nötig sein.
Die Strategie birgt Risiken: Google machte 2025 rund drei Viertel seines Umsatzes mit Werbeanzeigen. Wenn KI-Agenten das Web durchkämmen und Menschen weniger klassische Suchergebnisse sehen, könnte sich der Konzern selbst kannibalisieren.
Auch Datenschutzbedenken stehen im Raum. Gemini soll bald in alle Suchanfragen eingeklinkt sein und könnte Zugriff auf sensible Chats, Mails, Google-Drive-Dateien und Kalendereinträge haben. Die enge Verzahnung der Apps im Google-Ökosystem wird so zur möglichen Datenschutzfalle.