Google und SpaceX führen derzeit Gespräche über Rechenzentren im Weltraum. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf mit den Diskussionen vertraute Personen. Die Idee: Serverfarmen im Erdorbit, die rund um die Uhr mit Solarstrom betrieben werden können.
SpaceX-Gründer Elon Musk vermarktet das Konzept der orbitalen Datenzentren als neues Geschäftsmodell. Es passt zum geplanten Börsengang seines Unternehmens - der größte aller Zeiten werden soll.
Wie heise.de unter Berufung auf das Wall Street Journal berichtet, wird SpaceX mit rund zwei Billionen US-Dollar bewertet. Google hält bereits seit 2015 rund sechs Prozent an Musks Raumfahrtfirma - damals investierte der Konzern 900 Millionen Dollar.
Während Google und auch der KI-Entwickler Anthropic auf den Zug aufspringen, gibt es Kritik. OpenAI-Chef Sam Altman bezeichnete Rechenzentren im All als "lächerlich". Er verwies auf die hohen Transportkosten und die Reparaturanfälligkeit von Chips im Weltraum.
Noch härter urteilen die Marktforscher von Gartner. Ihre Analyse bezeichnet die Pläne als "Höhepunkt des Wahnsinns". Die Probleme: zu langsame Datenübertragung zurück zur Erde und Schwierigkeiten bei der Kühlung der Hardware im Vakuum.
Ob sich die Vision von Rechenzentren im Orbit durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Musk ist jedenfalls überzeugt, dass der Weltraum bald der günstigste Ort für KI-Rechenleistung sein wird.