Der ChatGPT-Entwickler OpenAI stellt seine KI-Video-App Sora ein, die per Sprachvorgabe kurze Videoclips erzeugen konnte. Die erstmals 2024 vorgestellte Software sorgte für großes Aufsehen, weil sie täuschend echt aussehende Umgebungen und Personen produzierte.
Vor etwa einem halben Jahr wurde Sora als eigenständige App auf den Markt gebracht. Damit konnten Nutzer KI-Videos erstellen und sogar selbst in den Videos auftreten.
Wie t3n unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa berichtet, macht OpenAI keine Angaben dazu, weshalb und wann genau Sora vom Markt genommen wird. In US-Medien war zuletzt von starker Konkurrenz durch Rivalen wie Google und Anthropic die Rede.
Mit dem Aus für Sora wird auch ein im Dezember vereinbarter Milliarden-Deal mit Disney hinfällig. Disney hatte damals angekündigt, eine Milliarde Dollar in OpenAI zu investieren und bekannte Figuren wie Micky Maus und Iron Man in die KI-Videos einbauen zu lassen.
Die für Apps zuständige OpenAI-Managerin Fidji Simo schrieb auf der Online-Plattform X, Unternehmen würden Phasen des Experimentierens und der Fokussierung durchleben. Dabei sei es wichtig, sich nicht ablenken zu lassen.
OpenAI will sich offenbar stärker auf das potenziell lukrative Geschäft mit Unternehmen konzentrieren. Das Unternehmen steht Insidern zufolge kurz vor einer weiteren Finanzierungsrunde über rund zehn Milliarden Dollar.