Was in den USA und China längst zum Alltag gehört, kommt jetzt nach Bayern: autonome Taxis ohne Fahrer. Der US-Mobilitätsanbieter Waymo, eine Tochter des Google-Konzerns Alphabet, will seine selbstfahrenden Fahrzeuge bereits in den kommenden Wochen auf die Straßen Münchens bringen.
Anfangs sitzt noch geschultes Personal hinter dem Steuer, um das Straßennetz zu kartieren und erste Testfahrten durchzuführen. So soll das autonome System optimal auf den Münchner Stadtverkehr abgestimmt werden.
Ende 2027 ist dann der offizielle Start geplant, wie computerwoche.de berichtet. München wird damit die erste Stadt in der Europäischen Union mit Waymo-Robotaxis. In Europa ist das Unternehmen bisher nur in London aktiv.
Die Fahrzeuge unterstützen autonomes Fahren nach SAE-Standard Level 4 - das bedeutet vollautomatisiertes Fahren ohne menschliches Eingreifen. Waymo betont die Sicherheit seiner Technik: Laut eigenen Daten verzeichnet das Unternehmen deutlich weniger Unfälle als menschliche Fahrer.
Seitens der Politik wird Waymo der rote Teppich ausgerollt. Florian Herrmann von der Bayerischen Staatskanzlei schwärmt: "Autonomes Fahren ist eine Schlüsseltechnologie für die Mobilität der Zukunft." Auch Verkehrsstaatssekretär Christian Hirte sieht Deutschland als "weltweit führenden Innovations- und Produktionsstandort".
Doch es gibt auch Hürden: Das Münchner Mobilitätsreferat sieht laut Berichten noch Anpassungsbedarf beim Personenbeförderungsgesetz. Dieses gehe an einigen Stellen noch von anwesendem Fahrpersonal aus. Der Innovationsdrang von Waymo könnte also noch an der deutschen Bürokratie scheitern.