Was zunächst als Vermisstenfall begann, entwickelte sich zu einem mutmaßlichen Mordfall. Tage nach dem Verschwinden eines 51-jährigen Mannes aus dem Landkreis Starnberg (D) entdeckte die Polizei dessen Leiche im Landkreis Garmisch.
Der Mann war am 16. Juli von seiner Lebensgefährtin als vermisst gemeldet worden. Zunächst führte die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck die Ermittlungen. Im Laufe der Untersuchungen verdichteten sich jedoch die Hinweise auf ein Gewaltverbrechen, weshalb auch die Münchner Mordkommission eingeschaltet wurde, berichtet die "Abendzeitung".
Die Ermittler fanden das Auto des 51-Jährigen an der Motorworld im Münchner Stadtteil Freimann. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Geschäftsmann dort vorsätzlich getötet. Ab dem 19. Juli ging die Polizei aufgrund der Spurenlage von einem Tötungsdelikt aus.
Bereits einen Tag vor dem Leichenfund nahmen Beamte einen 37-jährigen Tatverdächtigen im Raum Garmisch-Partenkirchen fest. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft standen der Verdächtige und das Opfer in einer geschäftlichen Beziehung. Der 37-Jährige war der Polizei bereits wegen anderer Delikte bekannt.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand sollen sich die beiden Männer an der Motorworld getroffen haben. Dort soll der 37-Jährige seinen Geschäftspartner aus Habgier getötet haben.
Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass der Tatverdächtige nach der Tat zunächst in den Anzinger Forst und anschließend in den Raum Garmisch-Partenkirchen gefahren sein soll. Daraufhin suchte die Polizei mehrere Gebiete ab.
Am Dienstag fanden die Einsatzkräfte schließlich im Landkreis Garmisch einen Leichnam. Eine rechtsmedizinische Untersuchung am folgenden Tag bestätigte die Identität des vermissten 51-Jährigen.
Als Todesursache stellte die Gerichtsmedizin massive Gewalteinwirkung fest. Weitere Einzelheiten nannte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Die Ermittlungen dauern an.