Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich weiter. Nach Angaben von US-Regierungsvertretern setzte das US-Militär erstmals seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe vor zwölf Tagen einen strategischen B-1-Langstreckenbomber gegen Ziele der Islamischen Revolutionsgarde ein.
US-Beamte bestätigten entsprechende Berichte des Nachrichtenportals "Axios". Der Einsatz des Bombers wird als Zeichen einer weiteren militärischen Eskalation gewertet. Die B-1 zählt zu den schlagkräftigsten Bombern der US-Luftwaffe und kann bis zu 24 Bomben transportieren.
Nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom flog das Militär in der Nacht auf Donnerstag zudem eine weitere Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran.
Ziel sei es gewesen, die Fähigkeit des Iran weiter einzuschränken, zivile Seeleute und Handelsschiffe in den Gewässern der Region zu bedrohen. Damit griffen die USA bereits in der zwölften Nacht in Folge Ziele im Iran an.
US-Präsident Donald Trump verschärfte unterdessen auch den Ton. Für den Fall, dass der Iran in der Straße von Hormus erneut auf ein Schiff schießen sollte, kündigte er in sozialen Netzwerken Angriffe auf zivile Infrastruktur an. Sinngemäß erklärte Trump, die USA würden dann Brücken oder Kraftwerke bombardieren und zerstören.
Aus Teheran folgte umgehend eine scharfe Reaktion. Außenminister Abbas Araghtschi kündigte auf X für den Fall von Angriffen auf die iranische Infrastruktur eine massive Vergeltung an.
Sinngemäß erklärte der Minister, die iranische Verteidigungsdoktrin laute "Auge um Auge". Jeder Angriff auf den Iran oder dessen Infrastruktur werde eine entschlossene und kraftvolle Reaktion nach sich ziehen.