Ein heftiger Waldbrand im Südwesten Frankreichs sorgt für einen Großeinsatz der Einsatzkräfte. Nahe Bordeaux mussten rund 12.000 Touristen und Anrainer ihre Unterkünfte verlassen, nachdem sich die Flammen in der beliebten Urlaubsregion rasch ausgebreitet hatten.
Besonders betroffen ist das Gebiet rund um das Becken von Arcachon. Nach Angaben der Behörden wurden 10.000 Touristen aus acht Campingplätzen und Ferienzentren evakuiert. Zusätzlich mussten mehr als 1.000 Bewohner von Gemeinden am Waldrand in Sicherheit gebracht werden.
Neun Gemeinden richteten Notunterkünfte ein. Dort fanden mehr als 2.500 Menschen vorübergehend Schutz.
Rund 500 Feuerwehrleute kämpfen gegen das Feuer. Nach Angaben der Behörden gibt es bislang keine Verletzten oder Todesopfer. Die Lage bleibt jedoch angespannt und wird als ungünstig eingeschätzt.
Der Brand war am Mittwoch nahe der Gemeinde Le Porge ausgebrochen. Seither wurden bereits rund 2.000 Hektar Land zerstört.
Nach Angaben des Bürgermeisters von Le Porge könnte ein Gerät zur Rodung den Brand ausgelöst haben. Die Gendarmerie geht derzeit von einem unbeabsichtigten Vorfall aus. Die Ermittlungen zur Brandursache sind aber noch nicht abgeschlossen.
Frankreich war in den vergangenen Wochen wiederholt von schweren Waldbränden betroffen. Erst am Dienstag kamen zwei Feuerwehrleute bei Löscharbeiten nahe dem Flughafen Bordeaux-Mérignac ums Leben.
Zudem verzeichnete Frankreich heuer bereits einen neuen Höchststand an verbrannter Fläche. Zwischen Jänner und Mitte Juli fielen mehr als 42.000 Hektar den Flammen zum Opfer – mehr als beim bisherigen Rekordjahr 2022.