An der französischen Atlantikküste nahe Bordeaux brach der Brand in der Region rund um das Becken von Arcachon aus. Nach Behördenangaben wurden bisher rund 2.000 Hektar Land zerstört.
Vorsorglich brachten die Behörden 12.000 Touristen und Einheimische in Sicherheit. Rund 700 Bewohner mussten Teile des Ortes Le Porge verlassen. Zudem wurde der Campingplatz "La Grigne" mit etwa 3.500 Urlaubern geräumt. Die Betroffenen wurden in den nahe gelegenen Urlaubsort Lacanau gebracht.
Rund 500 Feuerwehrleute, vier Löschflugzeuge und 150 Einsatzfahrzeuge kämpfen gegen die Flammen. Starker Wind und schwierige Wetterbedingungen erschweren die Löscharbeiten. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand. Auch ein Strand in Le Porge wurde vorsorglich geräumt, rund 600 Fahrzeuge mussten das Gebiet verlassen. Die Evakuierungen und Straßensperren wurden von etwa 90 Gendarmen koordiniert.
Nicht nur Frankreich kämpft gegen schwere Brände. Auf Sizilien rückte die Feuerwehr seit dem Wochenende zu mehr als 1.000 Einsätzen aus. Im Zentrum der Insel mussten wegen eines seit Tagen wütenden Feuers über 100 Patienten und Mitarbeiter aus einem Krankenhaus evakuiert werden. Die Behörden sprechen von einer ernsten Lage.
Auch Spanien bleibt von den Flammen nicht verschont. In der Provinz Guadalajara wurden bereits rund 32.000 Hektar Land zerstört – einer der größten Waldbrände der jüngeren Geschichte des Landes. Zudem mussten wegen eines weiteren Feuers im Südwesten von Madrid mehrere Gemeinden evakuiert werden.