Mit ihrer Geschichte machte sie Tausenden Menschen Mut. Auf Instagram berichtete Wiebke van Hoorn aus dem deutschen Emden offen über ihr Leben mit einer unheilbaren Krebserkrankung. Jetzt ist die 27-Jährige an den Folgen eines Nebennierenrindenkarzinoms gestorben.
Die Diagnose erhielt sie bereits mit 22 Jahren. Über ihren Account dokumentierte sie den langen Kampf gegen die seltene Erkrankung. Ende Juni wandte sie sich ein letztes Mal an ihre Follower. "Schweren Herzens verfasse ich heute hier auf diesem Kanal meinen letzten offiziellen Post." Wenige Tage später, am 10. Juli 2026, starb sie laut "Focus".
Mehr als fünf Jahre lang unterzog sich die junge Frau insgesamt elf Chemotherapien und weiteren medikamentösen Behandlungen. Trotzdem kehrte der Krebs immer wieder zurück. Bereits 2024 wurde sie als Palliativpatientin eingestuft.
Damals schrieb sie: "Das erste Ziel meiner Behandlung ist nun nicht mehr die Heilung, sondern meine Lebensspanne so gut wie möglich zu verlängern."
Trotz ihrer Erkrankung heiratete van Hoorn und begann ein duales Studium. Ihre Begründung teilte sie ebenfalls mit ihren Followern: "Weil ich jetzt gerade noch lebe und so viele schöne und alltägliche Erinnerungen für mich und meine Liebsten schaffen möchte, wie ich kann!"
Bei der Erkrankung handelt es sich um ein Nebennierenrindenkarzinom. Dieser bösartige Tumor entsteht in einer der beiden Nebennieren, die oberhalb der Nieren liegen. Die Krebsart gilt als selten und wird häufig erst spät erkannt, weil Betroffene zunächst kaum Beschwerden haben.
Auch bei Wiebke van Hoorn dauerte es, bis die richtige Diagnose feststand. Nachdem sie wegen starker Rückenschmerzen ins Krankenhaus gekommen war und zunächst Nierensteine vermutet wurden, entdeckten Ärzte eine rund zehn Zentimeter große Raumforderung im Bereich der rechten Niere. Erst Wochen später stand fest, dass es sich um ein Nebennierenrindenkarzinom handelte.
Über diese Zeit schrieb sie auf der Website der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs: "So ganz sicher, was das jetzt sein könnte, war sich niemand und ich hörte sogar von einem Arzt: 'sowas habe ich noch nie hier gesehen'."
Vor ihrer Erkrankung arbeitete die 27-Jährige als Notfallsanitäterin. Doch auch ihr medizinisches Wissen konnte sie auf die Diagnose nicht vorbereiten. "Wenn es einen dann selbst trifft und man vom Behandelnden wieder zum Patienten wird, ist das sehr schwierig zu verarbeiten", schrieb sie rückblickend.
Mit ihrer Offenheit über den Alltag mit einer seltenen Krebserkrankung erreichte Wiebke van Hoorn auf Social Media viele Menschen - bis zu ihrem letzten Beitrag.