Wegen Israel-Anstecker

"Ich und du sind Feinde" – Syrer schlägt Mann blutig

Nach dem Angriff auf einen 65-Jährigen in Höchberg sitzt der mutmaßliche Täter in U-Haft. Das Opfer befindet sich auf der Intensivstation.
André Wilding
23.07.2026, 09:45
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Nach dem brutalen Angriff auf einen 65-jährigen Mann in Höchberg (Landkreis Würzburg) sitzt der mutmaßliche Täter inzwischen in Untersuchungshaft. Wie die Ermittlungsbehörden am Dienstag mitteilten, wird gegen den 20-jährigen syrischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Generalstaatsanwaltschaft München hat das Verfahren übernommen. Hintergrund sind Anhaltspunkte für eine israelfeindliche und islamistische Tatmotivation.

Gegen Kopf getreten

Nach bisherigen Erkenntnissen war es in der Nacht von Sonntag auf Montag zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Tatverdächtigen und dem 65-jährigen Deutschen gekommen. Anschließend soll der 20-Jährige mehrfach auf sein Opfer eingeschlagen und eingetreten haben – auch gegen den Kopf. Der Mann erlitt zahlreiche Hämatome sowie einen Wirbelbruch und wird weiterhin stationär in einem Krankenhaus behandelt.

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In einem Interview mit NEWS5 äußerte Jonas Weibel am Mittwoch, ein enger Freund des Opfers und Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. Würzburg, tiefe Betroffenheit.

Angreifer ist polizeibekannt

Mehrere Polizeistreifen nahmen den Tatverdächtigen noch am Tatort vorläufig fest. Dabei soll er erheblichen Widerstand geleistet haben. Die Beamten brachten den Mann zu Boden und legten ihm Handfesseln an. Ein Polizeibeamter wurde bei dem Einsatz leicht verletzt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg erließ das Amtsgericht Würzburg am 20. Juli Haftbefehl gegen den 20-Jährigen. Nach Angaben der Ermittler war der Beschuldigte bereits in der Vergangenheit wegen Körperverletzungsdelikten strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Die Kriminalpolizei Würzburg ermittelt nun gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft München. Dabei prüfen die Ermittler insbesondere, ob die Tat religiös motiviert war oder aus israelfeindlichen beziehungsweise antisemitischen Beweggründen begangen wurde.

Besucher auf Marktfest belästigt

Bereits am frühen Abend vor der Tat war der Mann auf dem Marktfest in Höchberg von der Polizei kontrolliert worden, nachdem Zeugen gemeldet hatten, dass er dort Besucher belästigt haben soll. Zu strafbaren Handlungen kam es nach dem damaligen Ermittlungsstand jedoch nicht.

Die Kriminalpolizei Würzburg bittet weiterhin Zeugen, denen der Tatverdächtige am Abend des 19. Juli auf dem Marktfest oder im Bereich der Bushaltestelle an der Hauptstraße aufgefallen ist, sich unter der Telefonnummer (+49) 0931/457-1732 zu melden.

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