Der Waldbrand, der seit Sonntag im Großraum von Paris gewütet hat, zählt zu den folgenschwersten in der jüngeren französischen Geschichte. Mit der Festnahme von sechs Verdächtigen kommen nun brisante Details ans Licht.
Wie "20Minuten" berichtet, hat einer der Festgenommenen zugegeben, mit einem weggeworfenen Zigarettenstummel versehentlich ein Feuer entfacht zu haben. Aber auch vorsätzliche Brandstiftung steht im Raum: Das Geständnis eines Feuerwehrmannes sorgt für Fassungslosigkeit.
Wie die zuständige Staatsanwältin Diane Ngomsik am Dienstag mitteilte, hat der 19-jährige freiwillige Feuerwehrmann gestanden, den Brand absichtlich gelegt zu haben. Mit einem Feuerzeug und Benzin hat er trockenes Reisig angezündet und so ein Feuer entfacht.
Der Brand im Süden von Paris konnte mittlerweile eingedämmt werden, auch wenn das Feuer wegen des Windes immer wieder aufflammt. In den vergangenen Tagen waren hunderte Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von vier Löschflugzeugen, die Wasser aus der Seine schöpften. Auch Landwirte aus der Region schafften mit Traktoren Wassertanks heran.
Insgesamt hat das Feuer im Wald von Fontainebleau eine Fläche von etwa 25.000 Hektar erfasst. Frankreich erlebt derzeit die dritte Hitzewelle seit Beginn des Jahres, die in weiten Landesteilen die Böden und die Vegetation ausgetrocknet hat.