Hitze und Trockenheit setzen Europa zu. In mehreren Ländern wüten derzeit schwere Waldbrände. Tausende Helfer sind im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
In Griechenland brennt es nahe Thessaloniki. Löschflugzeuge kämpfen über zwei Fabriken nahe Oreokastro gegen die Flammen. Die zweitgrößte Stadt des Landes ist bedroht - die Flammen nähern sich Wohnhäusern. Freiwillige kämpfen Seite an Seite mit der Feuerwehr.
Wie der Spiegel berichtet, kamen in den Tagen zuvor bereits zwei Menschen ums Leben. Auch in der Region Halkidiki, auf der Insel Salamani und im Süden des Landes brannte es.
In Portugal ist die Lage besonders dramatisch. In Vouzela wütet seit Mittwoch ein heftiger Waldbrand. Rund tausend Feuerwehrleute, unterstützt von 380 Fahrzeugen sowie acht Flugzeugen oder Hubschraubern, sind im Einsatz. Der Brand hat bereits rund 10.000 Hektar zerstört. Mindestens neun Menschen wurden verletzt.
Der portugiesische Innenminister Luís Neves sprach von einem "Pulverfass". "Es gibt Verhaltensweisen, die wir wirklich verbieten müssen", sagte er. "Kleine Momente der Nachlässigkeit führen zu großen Katastrophen."
In Katalonien vernichteten die Flammen etwa 2200 Hektar Vegetation. 400 Feuerwehrleute und zehn Löschflugzeuge waren im Einsatz. Ziel sei es, den Brand vollständig unter Kontrolle zu bringen, bevor der Wind sich drehe.
Auch in Südfrankreich brach ein Feuer in einem schwer zugänglichen Gebirgsgebiet in Trévillach aus. Mehr als 580 Feuerwehrleute sind vor Ort im Einsatz, um den Brand etwa 35 Kilometer westlich der Stadt Perpignan zu bekämpfen. Die Flammen lodern auf einer Fläche von 930 Hektar.