Die Waldbrandsaison 2026 hat extrem begonnen, und Klimaexperten warnen vor einer weiteren Zuspitzung. Von Jänner bis April wurden weltweit mehr als 150 Millionen Hektar Land verbrannt – das ist über ein Fünftel mehr als beim bisherigen Negativrekord.
Schuld daran ist das Klimaphänomen El Niño, bei dem sich der östliche Pazifik ungewöhnlich erwärmt, was weltweit zu extremen Wetterlagen führt.
Wie der Spiegel berichtet, warnt die Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA) vor einer katastrophalen Zuspitzung. WWA-Mitbegründerin und Klimaforscherin Friederike Otto erklärt, bei einem starken El Niño im weiteren Jahresverlauf bestehe die ernste Gefahr, dass dessen Auswirkungen zusammen mit dem Klimawandel zu beispiellosen Unwettern und Hitzewellen führen würden.
Experten rechnen damit, dass sich bis Ende des Jahres sogar ein sogenannter Super-El-Niño entwickeln könnte. Der Höhepunkt wird ab November, spätestens im Jänner 2027, erwartet.
Das könnte die weltweiten Temperaturen weiter in die Höhe treiben. Klimaforscher gehen davon aus, dass 2027 möglicherweise das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden könnte.
Auch wenn Europa nicht direkt von den extremsten Auswirkungen des El Niño betroffen sein wird, könnten die wirtschaftlichen Folgen auch bei uns zu spüren sein: Durch Ernteausfälle in anderen Regionen drohen steigende Lebensmittelpreise ab Herbst.