381 Mio. Menschen betroffen

WHO schlägt Alarm – Schon 1.300 Hitzetote in Europa

Seit Ende Juni hat die aktuelle Hitzewelle bereits mehr als 1.300 Todesopfer in Europa gefordert, so Forscher.
Bernd Watzka
29.06.2026, 11:16
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Die Bilanz der aktuellen Hitzewelle ist alarmierend: Seit 21. Juni sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) europaweit mehr als 1.300 Menschen an der Hitze gestorben. Rund 381 Millionen Menschen waren oder sind von Temperaturen über 30 Grad betroffen. Das geht aus einer Analyse von Daten des Deutschen Wetterdienstes und Bevölkerungsdaten hervor.

Stärkste Hitzewelle in Europa

Für die Wissenschaftlergruppe World Weather Attribution steht fest: Es handelt sich um die stärkste Hitzewelle, die jemals in Europa gemessen wurde. Ohne den Klimawandel wäre ein derart extremes Wetter zu diesem frühen Zeitpunkt im Sommer "praktisch unmöglich" gewesen, heißt es.

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Neue Rekorde in zahlreichen Ländern

Neue Allzeit-Hitzerekorde wurden in Deutschland, Polen und Tschechien aufgestellt. Auch Großbritannien und die Schweiz verzeichneten die höchsten Juni-Temperaturen ihrer Geschichte.

"Im Moment leben 150 Millionen Menschen unter extremer Hitze, Hunderte sind gestorben, Schulen sind geschlossen, Stromnetze brechen zusammen", schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf X.

Wasserwerfer bei Konzert von Bruno Mars

Die Rekordjagd ging am Sonntag weiter. Im westpolnischen Slubice wurden 40,5 Grad gemessen - so heiß war es noch nie im Land. Im deutschen Coschen nahe der polnischen Grenze kletterte das Thermometer sogar auf 41,7 Grad und stellte einen neuen deutschen Allzeitrekord auf.

Während sich in London Tausende in Parks und Gärten vor der Hitze in Sicherheit brachten, sorgte die Berliner Polizei mit Wasserwerfern vor einem Bruno-Mars-Konzert für Abkühlung.

Gewitter in Frankreich

Gewitter brachten in Frankreich unterdessen nach tagelanger Hitze mit bis zu 40 Grad etwas Abkühlung. Gleichzeitig hinterließen sie eine Spur der Verwüstung. Seit 24. Juni registrierte die nationale Gesundheitsbehörde rund 1.000 Todesfälle mehr als erwartet. Die endgültige Zahl dürfte nach Einschätzung der Experten noch steigen.

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