Unicef schlägt Alarm

Schulkinder müssen durch Krokodil-Fluss schwimmen

Laut Unicef ist weltweit fast jedes zweite Kind Hitze, Dürren und Extremwetter ausgesetzt. Die Folgen sind katastrophal, wie ein Beispiel beweist.
Bernd Watzka
16.06.2026, 12:41
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Die Folgen der Klimakrise treffen Kinder besonders hart. Das geht aus dem neuen Kinder-Klimarisiken-Bericht 2026 von Unicef hervor. Demnach sind rund 1,1 Milliarden Kinder weltweit mindestens drei Klimagefahren gleichzeitig ausgesetzt. Das entspricht fast der Hälfte aller Kinder auf der Erde.

Als häufigste Kombination nennt der Bericht Dürren, extreme Temperaturen von mehr als 35 Grad und Hitzewellen. Insgesamt sei nahezu jedes Kind weltweit zumindest einer Klimagefahr ausgesetzt. In einem Staat in Ozeanien ist es besonders schlimm.

Kinder leiden stärker unter Hitze

Kinder leiden laut Unicef deutlich stärker unter den Auswirkungen des Klimawandels als Erwachsene. Ihre Körper erhitzen sich schneller und können Wärme schlechter regulieren. Dadurch steigt das Risiko für gesundheitliche Probleme bei hohen Temperaturen. Aber es drohen noch andere Gefahren.

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Geringere Überlebenschancen

Hinzu kommt, dass Kinder doppelt so schnell atmen wie Erwachsene und dadurch mehr Luftschadstoffe aufnehmen. Gleichzeitig benötigen sie im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Wasser und Nahrung. Bei Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen sind ihre Überlebenschancen oft geringer.

Regenfälle zerstörten Brücke

Besonders dramatisch sind die Folgen in ärmeren Regionen der Welt. Unicef veröffentlichte dazu Aufnahmen aus Papua-Neuguinea. Sie zeigen Kinder, die einen von Krokodilen bewohnten Fluss durchschwimmen müssen, um zur Schule zu gelangen. Eine wichtige Fußgängerbrücke war bei heftigen Regenfällen zerstört worden und wurde bisher nicht ersetzt.

Das Kinderhilfswerk warnt, dass die Klimakrise nicht nur eine Umweltfrage sei. Sie entwickle sich zunehmend zu einer Gefahr für Gesundheit, Bildung und Zukunftschancen von Millionen Kindern.

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