Die Fußball-WM 2026 sorgt für heftige Kritik von Umweltschützern. Greenpeace wirft der FIFA massives Greenwashing vor und bezeichnet das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko als Paradebeispiel dafür, wie Klimaschutz versprochen, aber nicht umgesetzt werde.
Für die Umweltschutzorganisation ist klar: Die FIFA betreibe klassisches Greenwashing. Während von Klimaneutralität gesprochen werde, würden Turniere immer größer und damit auch die Umweltbelastung. Sportgroßveranstaltungen müssten Vorbilder für nachhaltiges Handeln sein und dürften nicht als Werbeflächen für umweltschädliche Konzerne dienen, so Greenpeace.
Grund für die Kritik ist vorwiegend das neue XXL-Format der Weltmeisterschaft. Statt bisher 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Die Zahl der Spiele steigt auf 104. Damit wächst auch der Flugverkehr massiv an. Experten rechnen deshalb mit rund neun Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten.
Das wäre fast doppelt so viel wie der Durchschnitt der vergangenen vier Weltmeisterschaften und würde die WM 2026 zur klimaschädlichsten in der Geschichte machen.
"Es ist eine bittere Ironie, dass ausgerechnet Konzerne, die die Lebensgrundlagen künftiger Generationen zerstören, auf der größten Bühne des Sports gefeiert werden", sagt Greenpeace-Sprecherin Ursula Bittner. Die FIFA müsse endlich Verantwortung übernehmen und fossile Großkonzerne konsequent als Sponsoren ausschließen.
Besonders scharf fällt die Kritik an den Partnerunternehmen der FIFA aus. Genannt werden unter anderem der saudische Energie-Riese Aramco, Coca-Cola, Unilever, Hyundai und Qatar Airways.
Greenpeace wirft den Unternehmen vor, sich mit dem Sportevent ein grünes Image zu verschaffen, obwohl ihre Geschäftsmodelle weiterhin erheblich zur Klima- und Umweltbelastung beitragen.