Die Todesfälle durch die Abschiebe-Behörde von US-Präsident Donald Trump häufen sich. Innerhalb von einer Woche kamen drei Menschen bei Kontrollen ums Leben. Teilweise waren die Opfer auf dem Weg zur Arbeit erschossen worden.
Erst am Dienstag ereignete sich der jüngste Todesfall im St. Johns County im US-Bundesstaat Florida. Dort traf ein 28-jähriger Mexikaner an einer Tankstelle auf eine Truppe von ICE-Agenten. Aus Angst vor einer Verhaftung soll er auf die Straße geflüchtet sein. Dabei wurde der Mann von einem Sattelschlepper erfasst, berichtet "Bild".
Bereits zuvor wurde in Biddeford im US-Bundesstaat Maine ein 26 Jahre alter Kolumbianer getötet. Eigentlich hatten die ICE-Agenten eine Abschiebung durchführen wollen, doch der 26-Jährige, der gerade auf dem Weg zur Arbeit war, soll sich legal in den USA aufgehalten haben.
Dennoch feuerten sie viermal auf die Windschutzscheibe des Autos des Kolumbianers. Später wurde der blutende Mann aus dem Wagen gezogen und gefesselt. Der 26-Jährige starb auf dem Gehsteig. Besonders tragisch: Seine Tochter musste alles mitansehen. Laut ICE habe der Familienvater die "öffentliche Sicherheit" gefährdet. In der Kleinstadt kam es in weiterer Folge zu Protesten.
Vor sechs Tagen wurde ein 52-jähriger Mexikaner durch einen Bauchschuss getötet. Auch er hatte sich auf dem Weg zur Arbeit befunden. Laut dem Heimatschutzministerium habe sich der Mann einer Verkehrskontrolle durch ICE-Beamten widersetzt.
Da die Todesschüsse jeweils bei Autokontrollen fielen, wurden diese nun vorerst für beendet erklärt. Die republikanische Senatorin aus dem Bundesstaat Maine, Susan Collins, erklärte dazu im Onlinedienst X, sie habe nach dem jüngsten Todesfall mit Heimatschutzminister Markwayne Mullin telefoniert und ihn "gedrängt, alle nicht dringenden Fahrzeugkontrollen einzustellen".