26-Jähriger getötet

ICE-Agenten erschießen falschen Mann vor Tochter (3)

Es ist der nächste schreckliche Vorfall rund um die US-Einwanderungsbehörde ICE: Ein 26-jähriger Familienvater wurde erschossen.
Newsdesk Heute
14.07.2026, 13:34
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Blutige Szenen in der 23.000-Einwohner-Stadt Biddeford im US-Bundesstaat Maine: Am Montag (Ortszeit) wurde dort ein 26-jähriger Kolumbianer von Beamten der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE getötet.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft von Maine sollte bei dem Einsatz ein Bescheid zur Abschiebung durchgesetzt werden. Das Problem: Die Agenten hatten den falschen Mann erwischt. Demnach hielt sich der 26-Jährige rechtmäßig in den USA auf. Dies bestätigte der US-Senator Angus King unter Berufung auf das US-Heimatschutzministerium.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Tochter sah alles

Laut der Generalstaatsanwaltschaft habe der Verdächtige versucht, mit einem Auto in Richtung eines ICE-Beamten zu fliehen. Dieser habe dann das Feuer eröffnet. Der Kolumbianer wurde tödlich getroffen.

Besonders tragisch: die dreijährige Tochter des Mannes habe die Tötung ihres Vaters miterlebt. Der betroffene ICE-Beamte sei inzwischen suspendiert worden. Die US-Bundespolizei FBI leitete Ermittlungen ein. Der Fall sorgte für einiges an Wut und Aufregung in den USA.

Proteste gegen ICE

So sagte die Vorsitzende der Organisation Presente Main, Crystal Cron, dass der Tod des Mannes nicht zu einer "Fußnote" in den Statistiken werden dürfe. Senator King forderte eine "vollständige, transparente und offene Untersuchung" des Vorgangs. Er merkte jedoch an, dass die beteiligten Beamten offenbar keine Körperkameras trugen.

In Biddeford gingen Dutzende Menschen auf die Straße. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie "ICE raus" und "Mörder". Der Bürgermeister von Biddeford, Liam LaFountain verlangte "klare Worte". Die Kongressabgeordnete Chellie Pingree zeigte sich auf Facebook "zutiefst beunruhigt und wütend" über die Berichte. "Wir werden um ein weiteres Opfer trauern", schrieb die Parlamentarierin aus Maine.

Auch die Gouverneurin von Maine, die Demokratin Janet Mills, äußerte sich "entsetzt" über den Vorfall. Das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde nannte sie unter Verweis auf die zu diesem Zeitpunkt noch unbestätigten Medienberichte "rücksichtslos" und "planlos". Es handelt sich bereits um den vierten Todesfall bei einem Einsatz der Bundesbehörden seit Jahresbeginn.

{title && {title} } red, {title && {title} } 14.07.2026, 13:34
Jetzt E-Paper lesen