Blutige Szenen

Tiger biss Mann nieder – zwei Monate später ist er tot

Nach dem Angriff eines entlaufenen Tigers hat ein 72-Jähriger seinen Kampf ums Überleben verloren. Der Mann starb zwei Monate nach der Attacke.
Newsdesk Heute
14.07.2026, 13:31
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Zwei Monate nach dem Angriff eines ausgebrochenen Tigers in Sachsen ist ein 72-Jähriger gestorben. Der Mann erlag seinen Verletzungen am Freitag in einem Krankenhaus, teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig am Dienstag mit. Er war am 17. Mai auf dem Gelände einer privaten Tigerhaltung im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig von einem entlaufenen Raubtier angegriffen und schwer verletzt worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen und ordnete eine Obduktion des Leichnams an. Ergebnisse lagen demnach noch nicht vor.

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Tiger gehörte Ex-Dompteurin

Der entlaufene Tiger war von alarmierten Einsatzkräften der Polizei erschossen worden, nachdem sie ihn an einer Gartenanlage in Dölzig entdeckt hatten. Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Halterin um eine frühere Zirkusdompteurin, deren Betrieb schon länger umstritten ist.

Der 72-Jährige hielt sich nach damaligen Polizeiangaben "berechtigt" im Gehege auf. Nach dem Angriff wurde der Schwerverletzte mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Er befand sich seitdem laut Staatsanwaltschaft ununterbrochen in stationärer Behandlung.

Sechs Tiger nach Spanien gebracht

Bereits Anfang April war die Besitzerin der Tiger nach Angaben des Landratsamts Nordsachsen aufgefordert worden, die Haltungsbedingungen zu verbessern. Da sie den Vorgaben nicht wie verlangt bis Ende Juni nachkam, wurden ihr sechs der acht verbliebenen Tiger aus Tierschutzgründen weggenommen. Die Anlage bietet nach Behördenangaben aktuell nur Platz für zwei Tiere.

Die sechs Tiger wurden inzwischen in eine Auffangstation der Tierschutzorganisation Animal Advocacy and Protection nach Spanien gebracht. Dort leben sie in einem Außengehege von 3000 Quadratmetern. Der Vorfall in Sachsen löste auch eine Debatte um schärfere Vorgaben zur Privathaltung von Raubtieren aus.

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