Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf die russische Infrastruktur weiter fort – und das weit hinter der Front. So kam es in der Nacht auf Dienstag zu Schlägen gegen eine Raffinerie in der Nähe des Uralgebirges.
Wie der ORF unter Berufung auf den Republikchef Radi Chabirow berichtet, sei es eine schwere Attacke auf das Industriegebiet in Salawat gewesen. Demnach kam es zu Brandherden an der Anlage der russischen Teilrepublik Baschkortostan. Diese wurden von herabstürzenden Drohnentrümmern ausgelöst. Tote und Verletzte habe es nicht gegeben.
Besonders brisant: Die Raffinerie befindet sich über 1.400 Kilometer von der Front entfernt. Die Anlage soll dem Ölkonzern Gasprom Neft gehören. Sie habe eine Verarbeitungskapazität von mehr als sieben Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr.
Des Weiteren kam es in der Region Krasnodar ebenfalls zu einem Angriff auf eine Raffinerie. Diese soll sich nahe der Siedlung Afipskaja befinden. Laut dem Krisenstab der südrussischen Region sei ein Brand ausgebrochen.
Die Angriffe trafen Russland in einer heiklen Phase. Das Land hat durch den Krieg mit Spritmangel zu kämpfen. In der jüngeren Vergangenheit kam es zu Preissteigerungen, der Rationierung von Benzin und Diesel. An manchen Tankstellen war der Treibstoff oft ausverkauft.
Lange Schlangen an den Zapfsäulen gehören inzwischen zur Normalität. Dies lässt auch die Stimmung in der Bevölkerung hochgehen. In letzter Zeit kam es an manchen Tankstellen sogar zu heftigen Auseinandersetzungen um den kostbaren Treibstoff.