Acht Jahre danach

Mordfall Jenni: Ex-Freund im August vor Gericht

Acht Jahre nach dem Verschwinden von Jennifer S., muss sich ihr Ex-Freund Ende August vor einem Wiener Geschworenengericht verantworten.
Thomas Peterthalner
08.07.2026, 12:34
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Mehr als acht Jahre nach dem Verschwinden von Jenni S. aus ihrer Wohnung in Wien-Brigittenau kommt es noch heuer zum Prozess. Der ehemalige Freund der damals 21-Jährigen muss sich am 27. und 28. August 2026 wegen Mordes vor dem Wiener Straflandesgericht verantworten.

Leiche in Sperrgebiet versteckt

Laut Anklage soll der 33-Jährige Jennifer S. im Jänner 2018 in ihrer Wiener Wohnung getötet und ihre Leiche anschließend beim Truppenübungsplatz Allentsteig in Niederösterreich versteckt haben.

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Frau erwürgt

Unmittelbar vor der Tat soll die Studentin die Beziehung beendet haben. Der Verdächtige soll Jenni erwürgt, die Tote in eine Kiste gelegt und mit dem Auto nach Großweikersdorf in Niederösterreich gebracht haben. Als Ermittler dem Versteck zu nahe kamen, soll er die Leiche umgebettet und in die Nähe des Truppenübungsplatzes im Waldviertel gebracht haben. Laut Anklage befürchtete er, über die Standortdaten seines Handys ausgeforscht zu werden.

Druck wurde zu hoch

Jahrelang leugnete der Gärtner aus dem Waldviertel, etwas mit Jennis Verschwinden zu tun zu haben. Der Mann galt aber immer als Hauptverdächtiger in dem Fall. Im Dezember 2025 wurde der Druck für ihn dann doch zu groß. Der Waldviertler legte nach acht Jahren ein Geständnis ab und führte die Ermittler zu der Leiche im militärischen Sperrgebiet.

Falle gestellt

Jennis Mutter hatte die Suche nach ihrer verschwundenen Tochter niemals aufgegeben. Mit Hilfe eines Bekannten wurde ein Fake-Profil auf einer Dating-Plattform erstellt. Ein Bekannter der Mutter, der sich als Frau ausgab, nahm so Kontakt mit dem Verdächtigen auf.

Leiche verschwinden lassen

Dabei soll der 33-Jährige ausführlich darüber gesprochen haben, wie man eine Leiche verschwinden lassen könne und dass er über entsprechendes Wissen verfüge. Mit diesen neuen Erkenntnissen rückte der Mann erneut ins Visier der Ermittler. Nach weiteren Befragungen legte er schließlich ein Geständnis ab.

Bizarrer Fantasiename

Neben der Mordanklage hat die Staatsanwaltschaft Wien auch die Einweisung des Beschuldigten in ein forensisch-therapeutisches Zentrum beantragt. Bei dem Gärtner, der  zuletzt einen bizarren Fantasienamen angenommen hatte, waren mehrere Waffen sichergestellt worden, darunter Wurfmesser und ein Luftdruckgewehr. Der Mann ist in Haft, der Prozess am Wiener Landl ist auf zwei Verhandlungstage angesetzt. Die Unschuldsvermutung gilt.

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