Eine Mietüberprüfung hat sich für eine Wienerin mehr als ausgezahlt. Nachdem ihr die Erhöhungen ihrer Miete über die Jahre ungewöhnlich hoch erschienen waren, wandte sie sich an die Arbeiterkammer (AK). Am Ende bekam sie fast 42.000 Euro zurück.
Die Frau wohnte 15 Jahre lang in einer 111 Quadratmeter großen Altbauwohnung in Wien. Während dieser Zeit wurde ihr befristeter Mietvertrag zwei Mal verlängert. Gleichzeitig stieg auch der Hauptmietzins aufgrund der Inflation.
"Von rund 869 auf rund 1.181 Euro", weiß man bei der Arbeiterkammer. Die Höhe der Anpassung kam der Mieterin allerdings verdächtig vor. Deshalb ließ sie ihren Vertrag im Rahmen des AK-Altbau-Mietenchecks überprüfen.
Die Experten der AK leiteten daraufhin ein Verfahren ein. Dieses endete schließlich mit einem Vergleich vor der Schlichtungsstelle. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Wienerin erhielt rund 42.000 Euro zurück.
Der Fall zeigt laut Arbeiterkammer, dass sich eine Überprüfung der Miete vor allem bei älteren Altbauverträgen lohnen kann.