Dieser Moment hätte für Alex Warren kaum größer sein können. Mit seinem Hit "Ordinary" katapultierte sich der Shootingstar innerhalb kürzester Zeit in den internationalen Pop-Olymp – und durfte nun bei den Grammy Awards live performen. Eine Ehre, von der viele Künstler ihr ganzes Leben träumen. Doch hinter den Kulissen lief nicht alles nach Plan.
Während Warren scheinbar schwerelos auf einem schwebenden Plateau über dem Publikum sang, unter ihm ein mächtiger Gospel-Chor, kämpfte der Musiker mit einem echten Albtraum für jeden Live-Act: Sein In-Ear-Monitor spielte verrückt. Statt klarer Töne hörte er sich selbst mehrfach, mit Echo und Verzögerung. Einsätze wurden zur Herausforderung, Orientierung fast unmöglich.
Nach außen? Absolute Coolness. Alex ließ sich nichts anmerken, lieferte eine emotionale, kraftvolle Performance ab und zog das Publikum in seinen Bann. Kein Wackler, kein sichtbarer Fehler – zumindest für alle vor den Bildschirmen.
Erst nach dem Auftritt platzte die Wahrheit heraus. Auf Instagram zeigte sich Warren ehrlich, fast schon verlegen. Er habe sich während des Songs selbst kaum gehört und sei dadurch massiv irritiert gewesen, gestand er. Ein Moment, der ihn trotz des Erfolgs enttäuscht zurückließ.
Doch seine Fans reagierten völlig anders. In den Kommentaren überschlug sich das Lob: Niemand habe die Panne bemerkt, viele sprachen sogar vom "perfekten Grammy-Auftritt". Für sie wirkte der Moment nicht chaotisch, sondern magisch.
Unterm Strich bleibt: Technik kann versagen – Talent nicht. Alex Warren bewies bei den Grammys eindrucksvoll, dass er nicht nur ein Streaming-Wunder ist, sondern auch live Nerven aus Stahl hat.