Es geht um Hilfe für die Helfer in einem von Ebola betroffenen Gebiet in Sierra Leone: Die Grazer Psychologin Sylvia Wamser wird in den kommenden Tagen in die Stadt Bo reisen, um dort primär den einheimischen Beschäftigten in einem Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen (MSF) eine psychologische Hilfestellung anzubieten.
Es geht um Hilfe für die Helfer in (MSF) eine psychologische Hilfestellung anzubieten.
Sylvia Wamser ist in der steirischen Landeshauptstadt als Klinische Psychologin und Gerichtsgutachterin tätig. Seit 2005 hat sie in mittlerweile zehn Staaten Einsätze für MSF geleistet, darunter in Indonesien nach dem Tsunami, im Tschad, in Gaza und in Myanmar. 2009/2010 war sie bereits in Guinea bei Conakry.
MSF betreibt in Bo seit Jahren ein großes Spital. Dort sind auch viele lokale Mitarbeiter tätig, die sind. "Bei Bedarf an psychologischer Unterstützung soll ich primär diesen Betroffenen helfen. Wenn akut auch bei Helfern aus dem Ausland Bedarf entsteht, genauso", sagte die Grazerin.
Das Krankenhaus ist für ein breites Spektrum an Patienten zuständig, hat aber auch Erfahrung mit der Behandlung von Kranken mit hämorrhagischen Fiebererkrankungen. "Vor allem ist es auch spezialisiert auf die Triage. Das bedeutet, dass dort eintreffende Patienten, zum Beispiel Ebola-Erkrankte, an spezialisierte Einrichtungen weiter geleitet werden", erklärte Sylvia Wamser.
Einsatz dauert drei Wochen
Der Einsatz der Steirerin soll drei Wochen lang dauern. Die Reise geht zunächst nach Brüssel, wo ein intensives Briefing bei MSF und die Erledigung der Visa-Formalitäten auf dem Programm stehen. Wahrscheinlich kommenden Mittwoch soll die Weiterreise nach Freetown, die Hauptstadt von Sierra Leone, erfolgen.
"Zunächst wird es einmal darum gehen, dass ich mir einen Überblick über den Bedarf an psychologischer Hilfe für die Beschäftigten verschaffe. Wichtig ist, dass man einen guten Dolmetscher bekommt. Viele Leute, aber nicht alle, sprechen Englisch. Gerade in der Arbeit als Psychologin ist es aber wichtig, mit den Menschen über die Muttersprache zu kommunizieren", sagte die MSF-Helferin.
Spenden werden unter dieser Kontonummer entgegen genommen:
Erste Bank AT43 2011 1289 2684 7600, Spendenzweck "Ebola"