"Absoluter Ehrenmann"

Gregoritsch wird nach Fairplay-Aktion gefeiert

Michael Gregoritsch verzichtet nach einem Sturz an der Strafraumgrenze auf einen Pfiff. Seine Fairplay-Aktion sorgt nach dem Spiel für Anerkennung.
Sport Heute
05.04.2026, 11:02
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Fairplay statt Vorteil. Michael Gregoritsch hat beim 1:1 zwischen Augsburg und dem HSV für eine Szene gesorgt, die weit über das Ergebnis hinaus für Gesprächsstoff sorgt.

Kurz vor der Pause geht der ÖFB-Teamspieler an der Strafraumgrenze der Hamburger zu Boden. Viele rechnen in diesem Moment mit einem Pfiff für Augsburg. Doch Gregoritsch entscheidet sich anders. Anstatt einen Freistoß oder gar einen Elfmeter zu fordern, klärt er auf Nachfrage die Situation auf und signalisiert, dass kein Foul vorliegt. Schiedsrichter Deniz Aytekin gibt daraufhin einen Schiedsrichterball.

Glückwünsche an Gregoritsch

Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten. HSV-Spieler klatschen mit Gregoritsch ab, auch von den Rängen gibt es anerkennenden Applaus. HSV-Trainer Merlin Polzin findet klare Worte der Anerkennung: "Das Verhalten von Gregoritsch kurz vor der Halbzeit war sehr lobenswert. Es hat mehr Beachtung verdient als so manche Aktion auf dem Spielfeld. Da sieht man einfach, welch fairer Sportsmann er ist."

Auch abseits des Platzes sorgt die Aktion für Begeisterung. "Kicker"-Reporter Sebastian Wolf schildert die Reaktionen nach dem Spiel: "Er bekam Glückwünsche vom HSV-Stadionsprecher, den gegnerischen Fans und den Spielern in der Mixed Zone, die sich alle bedankt haben. Für mich ist das die Geschichte des Spiels." Auf Instagram bezeichnet der "Kicker" Gregoritsch zusätzlich als "Ehrenmann".

Baum bleibt kritisch

Der Hauptdarsteller selbst bleibt dabei nüchtern. Gregoritsch: "Der Schiedsrichter hat mich gefragt, woraufhin ich es ihm erklärt habe. So war es dann aber auch." Schiedsrichter Deniz Aytekin hebt die Bedeutung der Szene hervor: "Das war ein Musterbeispiel für gegenseitige Wertschätzung. Was er gemacht hat, war ganz großes Kino."

Einzig Augsburg-Trainer Manuel Baum sieht die Situation kritischer und richtet seinen Blick auf den Referee: "Ich finde es nicht gut, dass der Schiedsrichter den Spieler fragt. Was wäre denn gewesen, wenn er gesagt hätte, es war eins? Dann wäre er jetzt der Buhmann." Trotz dieser Einordnung überwiegt die positive Resonanz deutlich. Gregoritsch liefert ein seltenes Beispiel für Fairness im Profifußball. Dazu kann man dem ÖFB-Stürmer nur gratulieren.

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