Peter Stöger hat sich erstmals seit seiner Entlassung bei Rapid im Dezember öffentlich geäußert. In seiner ersten Sendung nach der Rückkehr als "Sky"-Experte blickte der 59-Jährige auf die turbulenten Wochen und das Aus bei den Hütteldorfern zurück.
Nach der Trennung zog sich Stöger bewusst zurück und nutzte die Zeit zur Reflexion. Er sagt: "Nach meiner Entlassung konnte ich mich in meiner Wahlheimat Tux in Tirol wirklich zurückziehen. Natürlich habe ich dort reflektiert, denn es war sehr enttäuschend, dass wir das nicht gemeinsam hinbekommen haben beziehungsweise es nicht entsprechend bewertet wurde."
Unter der Woche wurde auch sein Vertrag mit Rapid offiziell aufgelöst. Stöger zeigt sich erleichtert über die gefundene Lösung und betont das weiterhin gute Verhältnis zum Klub. Er sagt: "Ich bin froh, dass wir diese Lösung gefunden haben, durch die ich mich wieder frei bewegen kann. Ich habe immer wieder guten Kontakt zu manchen Mitarbeitern bei Rapid und denke, dass es auch für Rapid eine gute Lösung war."
Auch zu seiner sportlichen Zukunft äußerte sich der Wiener und schließt eine Rückkehr auf die Trainerbank nicht aus. Stöger sagt: "Ich könnte mir vorstellen, ab Sommer wieder etwas zu machen, aber es muss mich absolut reizen. Ich hätte damals auch nicht damit gerechnet, dass Rapid um die Ecke kommt. Nichtsdestotrotz habe ich geglaubt, dass es bei Rapid ein langfristiges Projekt wird. "
Sportlich hinterließ Stöger bei Rapid trotz des enttäuschenden Endes eine wichtige Grundlage. In 14 Liga-Partien holte er 24 Punkte und legte damit die Basis für den Einzug in die Top sechs. Nach seinem Abgang lief es im Finish des Grunddurchgangs deutlich schlechter. Rapid holte nur neun Punkte aus acht Spielen und rutschte gerade noch in die Meistergruppe.
Seit dem Einzug in die Meistergruppe präsentiert sich Rapid jedoch wieder deutlich stabiler. Die Hütteldorfer sind aktuell Zweiter und liegen nur einen Punkt hinter Tabellenführer Sturm. Damit ist Grün-Weiß voll im Rennen um den Meistertitel.