"GRID Legends" angezockt – Kult-Racer vor Comeback

"GRID Legends" rast mit einem Wahnsinnstempo heran. "Heute" durfte den Arcade-Racer von Codemasters bereits kurz anspielen – wir sind begeistert.

Mit gleich zwei Rennspiel-Leckerbissen werden PS-Fans im Frühjahr 2022 belohnt. Einerseits wirft das simulationslastigere "Gran Turismo 7" seinen Schatten voraus und wird wohl zeigen, was technisch auf der PlayStation 5 möglich ist, andererseits wird man im Arcade-Racer "GRID Legends" ab 25. Feber 2022 ohne Rücksicht auf Verluste so richtig Gas geben können. Dazu luden die Entwickler jüngst zum Preview-Event und haben da ganz schön viel Eindruck mit "GRID Legends" gemacht.

Mit "GRID Legends" wollen die Macher Spieler auf der ganzen Welt miteinander verbinden. Das Game für PC, Playstation 4 und 5 sowie Xbox One und Series X|S soll Crossplay zwischen allen Plattformen ermöglichen. 22 Spieler sollen sich dabei in den Rennen messen dürfen, technisch will man mit 120 Hertz und 4K-Auflösung auftrumpfen. 130 Autos in neun Klassen sollen zum Start auf die 22 Strecken dürfen, unter den neun gebotenen Modi findet sich auch das neue Electric Boost.

Als "Driver 22" zu Weltruhm fahren

Der rund zehn Spielstunden lange Story-Modus von "GRID Legends" nennt sich "Driven to Glory" und soll laut Codemasters wie eine teure TV-Serien-Produktion daherkommen. Dabei wird es Live-Action mit mehreren Darstellern geben, Spieler übernehmen die Rolle des "Driver 22", der mit dem Team Seneca in der "GRID World Series" antritt und es zu Ruhm bringen will. Spielbar soll die Kampagne auch offline sein, eine ständige Internet-Anbindung verlangt "GRID Legends" nicht überall.

Den Story-Modus hielt Codemasters beim Anspielen noch unter Verschluss, verriet aber, dass es nach dem Launch des Spiels einige Updates nicht nur mit neuen Strecken, Fahrzeugen und Modi, sondern auch mit Story-Neuerungen geben soll. Im Karriere-Modus wiederum soll man sich mit rund 250 Veranstaltungen gut 20 bis 30 Spielstunden um die Ohren schlagen können. Dabei soll man den Modus komplett sowohl als Einzelspieler, als auch im Multiplayer erleben dürfen.

"Hop in" soll Multiplayer dynamischer machen

Gänzlich neu ist dabei das "Hop in"-Feature. Dieses ermöglicht es, dass wir in das laufende Spiel anderer Racer einsteigen dürfen sollen. Einsehbar soll etwa sein, welches Event unsere Freunde gerade bestreiten – und per Knopfdruck sollen wir in seine Partei einsteigen und einen KI-Fahrer im laufenden Rennen ablösen. Spielbar sind im Karriere-Modus neun Fahrzeugklassen mit jeweils für sie bestimmten Rennen, etwa Drift-Races zum Punktesammeln oder Supersportwagen-Rennen auf klassischen Rennstrecken.

Gänzlich neu soll eine Art "Battle Royale" werden, in einem "Elimination"-Rennen sollen nach bestimmten Zeitpunkten die jeweils letzten Fahrzeuge ausscheiden, bis der Sieger feststeht. Vier Schwierigkeitsgrade für alle Geschmäcker soll der Karriere-Modus bieten, zudem soll man seine Karren mit Mustern und Logos verzieren dürfen, Sponsorenverträge einsacken und Fahrzeug-Upgrades erspielen können. Auch eine Art Level-System für die Wägen, aber auch den Avatar, soll es geben.

Beste Rennspiel-KI, die man bisher erlebt hat

Das Fahrgefühl selbst fühlt sich in der noch früher Vorschau-Version bereits fantastisch an, auch wenn nur eine Handvoll Events wie ein Eliminationsrennen mit hochmodernen Fahrzeugen, bekannte Drift-Rennen oder ein Truck-Wettbewerb mit Sprungschanzen in Stadien spielbar war. Die Steuerung der Boliden geht sofort ins Blut, auch mit dem Gamepad fühlen sich die Fahrzeuge fantastisch an. Perfekte Drifts und gut getimte Überholmanöver hat man nach nur wenigen Spielminuten intus, die KI überrascht dabei mit einer der besten Reaktionsweisen, die man in einem Rennspiel je erlebt hat.

KI-Konkurrenten fighten hart, aber nicht bis aufs Blut. Sind sie zu langsam, machen sie irgendwann auch Platz, haben sie aber die Chance, nutzen sie den Windschatten eiskalt aus. Wer übrigens Gegner oder Streckenbegrenzung zum "Anbremsen" von Kurven nutzt oder sich sonstwie unfaire Vorteile verschafft, wird im Spiel nicht gern gesehen. Geht man einem KI-Fahrer zu sehr auf die Nerven, wird man sein "Rivale" und beinhart attackiert, Abdrängmanöver inklusive. Übrigens machen auch die KI-Fahrer Fehler, schießen mal zu schnell in die Kurve oder drehen sich auf nassen Strecken – und erleiden auch Motorschäden.

Kult-Racer steht vor einem fulminantem Comeback

Optional kann der Schaden an Fahrzeugen sowohl fahrtechnisch als auch optisch an- und ausgeschaltet werden. Apropos optisch: "GRID Legends" sieht bereits jetzt fantastisch aus, besonders beeindrucken Licht- und Wassereffekte auf den Strecken. In den Fahrzeugen spiegeln sich selbst bei Highspeed beeindruckend Umgebungen und Konkurrenten, je nach Untergrund spritzen Schlamm, Wasser und Schotter sichtbar auf. Auf dem Niveau eines "Forza Horizon 5" ist man in der Vorschau-Version aber nicht, dazu müssten die Landschaften abseits der Strecke noch schärfer und detailreicher werden.

Spieler dürfen im Game auch zu einem Renn-Editor greifen, der überraschend Einsteiger-freundlich ausgefallen ist. Bestimmen darf man etwa, welche Klassen im Rennen antreten dürfen oder wie das Wetter ausfallen soll. Das ermöglicht beispielweise verrückte Rennen, in denen sich kleine Drift-Flitzer mit riesigen Trucks auf der Strecke herumplagen. Einen Gummiband-Effekt soll es übrigens nicht geben, aber auch kein freies Abstands-Rennen: Bei Un- und Zwischenfällen sollen die ersten Verfolger schnell wieder im Windschatten stecken. Nach der Preview haben wir auf jeden Fall Lust auf mehr: Geht alles gut, feiert "GRID Legends" am 25. Feber 2022 ein fulminantes Renn-Comeback.

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