Halb Europa liegt mit Grippe flach, bei so manchen läuft gerade die Nase, in Österreich herrscht in allen Bundesländern eine rot unterlegte Tendenz. Bedeutet: Stark steigende Infektionsfälle. Doch richtiges Schnäuzen will gelernt sein, sagt Zachary Rubin, ein Allergie-Spezialist aus den USA mit 1,4 Millionen Follower. In einem Video warnt der Arzt vor den potenziell gefährlichen Folgen einer falschen Nasenreinigung.
Beim Naseputzen sollten einige wichtige Punkte beachtet werden, da falsches Vorgehen gesundheitliche Probleme verursachen kann. Insbesondere ein zu starker Druck beim Schnäuzen birgt das Risiko, dass Nasensekret in die Nasennebenhöhlen oder ins Mittelohr gedrückt wird.
"Sie könnten Schleim, Bakterien, Viren usw. in Ihre Eustachischen Röhren verdrängen und möglicherweise das Risiko einer Ohrenentzündung erhöhen", warnte Rubin in seinem Video. In seltenen Fällen könnte eine Übertreibung sogar zu einem Trommelfellriss führen. Kleine Kinder sind hierbei besonders gefährdet, da ihre Nasennebenhöhlen sehr eng sind und leicht verstopfen können.
Um Risiken zu vermeiden, sollte man beim Schnäuzen immer abwechselnd ein Nasenloch zuhalten und durch das andere sanft ins Taschentuch blasen. So kann der Druck kontrolliert abgeleitet werden, ohne dass Schleim in benachbarte Strukturen gedrückt wird.
Dabei langsam und ohne zu viel Druck vorgehen. Ist man relativ leise, hat man es richtig gemacht – ein kräftiges Hupen bedeutet, dass zu viel Druck aufgebaut wurde.
Auch das sogenannte "Hochziehen" des Schleims stellt eine sichere Alternative dar. Dabei wird das Sekret von der Nase in den Rachen geschnieft, geschluckt und im Magen von der Magensäure, ohne gesundheitliche Schäden zu verursachen.
Wer diese Vorsichtsmaßnahmen beachtet, kann einer Belastung von Nasennebenhöhlen und Mittelohr effektiv vorbeugen.