Nach 20 Jahren endlich fertig

Größte Digitalkamera der Welt wird All fotografieren

Nach 20 Jahren Arbeit ist die 3.200-Megapixel-Kamera fertig. Ihr Einsatz steht für einen großen Schritt in der Weltraumforschung.

Heute Life
Größte Digitalkamera der Welt wird All fotografieren
Die ersten Bilder der "Legacy Survey of Space and Time" (LSST) werden 2025 erwartet.
SLAC National Accelerator Laboratory

Nach zwei Jahrzehnten Arbeit feiern die Wissenschaftler und Ingenieure des SLAC National Accelerator Laboratory an der Stanford University of California die Fertigstellung der Kamera "Legacy Survey of Space and Time" (LSST). Nach ihrem Transport nach Chile zum Vera-C.-Rubin-Observatorium wird sie auf den 900 Meter hohen Cerro Pachón in den Anden gebracht, wo sie später in diesem Jahr auf das Simonyi Survey Telescope gehievt werden soll. Von dort aus wird sie unser Universum in einer noch nie dagewesenen Detailliertheit beobachten. Die Kamera kann Planeten erkennen, die für herkömmliche Teleskope quasi nicht erfasst werden können. Mit Produktionskosten von schätzungsweise 700 Millionen US-Dollar ist sie vermutlich auch die teuerste Kamera der Welt.

Die Aufgaben der Kamera

Im Laufe von zehn Jahren wird sie eine enorme Menge an Daten über den südlichen Nachthimmel liefern, die die Forscher für neue Erkenntnisse über das Universum auswerten werden. Diese Daten werden dazu beitragen, die dunkle Energie zu verstehen, die die beschleunigte Ausdehnung des Universums vorantreibt, sowie die Suche nach der dunklen Materie, der geheimnisvollen Substanz, die etwa 85 Prozent der Materie im Universum ausmacht. Die Forscher planen außerdem, die Daten zu nutzen, um den sich verändernden Nachthimmel, die Milchstraßengalaxie und unser eigenes Sonnensystem besser zu verstehen.

Technische Megaleistung

Um dieses Ziel zu erreichen, haben das SLAC-Team und seine Partner die größte jemals für die Astronomie gebaute Digitalkamera gebaut. Die Kamera hat in etwa die Größe eines Kleinwagens und wiegt rund 3.000 Kilogramm, ihre Frontlinse hat einen Durchmesser von 1,60 Meter – die größte Linse, die je für diesen Zweck gebaut wurde. Das wichtigste Merkmal der Kamera ist jedoch ihre Auflösung, die so hoch ist, dass man 378 4K-Fernseher bräuchte, um nur eines ihrer Bilder in voller Größe anzuzeigen, so SLAC-Professor und stellvertretender Direktor des Rubin-Observatoriums Aaron Roodman. "Die Bilder sind so detailliert, dass sie einen Golfball aus einer Entfernung von etwa 24 Kilometern auflösen könnten, während sie einen Bereich des Himmels abdecken, der siebenmal größer ist als der Vollmond. Diese Bilder mit Milliarden von Sternen und Galaxien werden dazu beitragen, die Geheimnisse des Universums zu entschlüsseln." Die ersten Bilder werden für das Frühjahr 2025 erwartet.

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    Nach 20 Jahren Arbeit ist die 3.200-Megapixel-Kamera namens "Legacy Survey of Space and Time" (LSST) fertig. Sie wird unser Universum in einer noch nie dagewesenen Detailliertheit beobachten.
    Nach 20 Jahren Arbeit ist die 3.200-Megapixel-Kamera namens "Legacy Survey of Space and Time" (LSST) fertig. Sie wird unser Universum in einer noch nie dagewesenen Detailliertheit beobachten.
    SLAC National Accelerator Laboratory

    Auf den Punkt gebracht

    • Nach 20 Jahren harter Arbeit wurde die 3.200-Megapixel-Kamera "Legacy Survey of Space and Time" fertiggestellt und wird am Vera-C.-Rubin-Observatorium in Chile installiert
    • Mit Kosten von etwa 700 Millionen US-Dollar und der Fähigkeit, bisher unentdeckte Planeten zu erkennen, ist sie die teuerste und leistungsstärkste Kamera der Welt
    • Die Kamera wird neue Einblicke in den Nachthimmel liefern und bei der Erforschung von dunkler Materie und dunkler Energie helfen
    red
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