Schon 150 Mio. € investiert

Größter Gasfund seit 40 Jahren: Das plant jetzt die OMV

OMV gibt den Start der Gasförderung Wittau bekannt. Das Projekt in Wittau wird bei vollem Ausbau die Gasproduktion von OMV in Österreich verdoppeln.
Niederösterreich Heute
18.05.2026, 10:46
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Die OMV gab jetzt offiziell den Start der Gasförderung in Wittau im Marchfeld in NÖ bekannt. In Anwesenheit von Bundeskanzler Christian Stocker, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wurde der Startschuss am Montag gefeiert. Der Gasfund, der vor drei Jahren verkündet wurde, zählt zu den bedeutendsten der letzten Jahrzehnte in Österreich.

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Alfred Stern, OMV-Vorstandsvorsitzender und CEO, sagt dazu: "In Wittau bringt OMV den größten Gasfund der letzten 40 Jahre in Österreich erfolgreich in Produktion. In gewohnter Manier liefert OMV auch bei diesem strategisch wichtigen Vorhaben verlässlich. Das Projekt stärkt unsere Gas-Diversifizierungsstrategie, indem heimisches Erdgas unser Portfolio gezielt ergänzt. Gleichzeitig ist Gas für uns ein zentraler Energieträger der Transformation – es sichert heute die Energieversorgung und ermöglicht gleichzeitig den Übergang in ein sauberes und erneuerbares Energiesystem."

"Planbare Lieferungen für Winter 2026/2027"

In der ersten Phase des Projekts Wittau werden 11 Terawattstunden (rund 1 Milliarde Normkubikmeter) erschlossen, dies entspricht einer Wärmeversorgung von etwa 100.000 Haushalten über 10 Jahre. "Nach der Investitionsentscheidung Anfang 2025 startet die Förderung bereits im zweiten Quartal 2026 und sichert damit planbare Lieferungen für den Winter 2026/27", heißt es seitens der OMV.

OMV verfolge "seit langem aktiv und erfolgreich eine Gas-Diversifizierungsstrategie. Das OMV-Erdgas aus Wittau ergänzt die eigenen Produktionen und stärkt damit das strategisch diversifizierte Gasportfolio des Unternehmens".

Die Gesamtinvestition in heimische Ressourcen beläuft sich für die erste Phase auf rund 150 Millionen Euro, davon etwa 70 Millionen für Bohrungen und 80 Millionen für Infrastruktur und Anlagen: "Die heimische Produktion schafft lokale Wertschöpfung, sichert qualifizierte Arbeitsplätze und stärkt technologische Kompetenz."

OMV: Der Gasfund im Marchfeld
OMV

"Das Projekt in Wittau wird bei vollem Ausbau die Gasproduktion von OMV in Österreich verdoppeln. Mit potenziell 48 Terawattstunden (rund 4,2 Milliarden Normkubikmetern) förderbaren Ressourcen wird die Gasförderung in Österreich langfristig verlängert und gesichert", heißt es in einer Aussendung. Die OMV sieht für den weiteren Ausbau der Gasförderung in der Region ein Investitionspotenzial von rund 500 Millionen Euro, dessen Realisierung an zukünftige Entscheidungen und Marktbedingungen geknüpft ist.

"Energie ein kostbares Gut"

Energie sei ein kostbares Gut, Energie entscheide darüber, "ob unsere Betriebe wettbewerbsfähig sind, ob unsere Landsleute wohlhabend sind, ob die Inflation nach unten oder nach oben geht", betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Energiepolitik dürfe "keine Frage von Ideologie sein. Energiepolitik muss vor allem eines sein: realistisch, verantwortungsvoll und verlässlich".

Zum Projekt in Wittau erklärte Mikl-Leitner: "Mit dem größten Gasfund seit rund 40 Jahren entsteht hier ein Projekt, das das Potenzial hat, die heimische Gasproduktion massiv zu steigern und die Versorgungssicherheit unseres Landes zu stärken."

Von links nach rechts: OMV-CEO Alfred Stern, Bundeskanzler Christian Stocker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und OMV-Vorstand Berislav Gaso.
NLK / Gerhard Pfeffer

"Macht Österreich widerstandsfähiger"

Bundeskanzler Christian Stocker sagte: "Der heutige Produktionsstart in Wittau ist mehr als die Erschließung eines neuen Gasfeldes. Es ist der größte Gasfund in Österreich seit mehreren Jahrzehnten und ein Projekt von strategischer Bedeutung für die Versorgungssicherheit unseres Landes. Bei vollständigem Ausbau kann die OMV die Gasproduktion verdoppeln und damit einen Beitrag dazu leisten, Österreich widerstandsfähiger, unabhängiger und krisenfester zu machen. Gerade die aktuellen geopolitischen Verwerfungen führen sehr deutlich vor Augen, wie wichtig es ist, die eigenen Potenziale klug zu nutzen und in moderne Infrastruktur am Standort zu investieren. Der Produktionsstandort Wittau zeigt, dass Versorgungssicherheit dort entsteht, wo langfristig gedacht und konsequent investiert wird."

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"Wir können internationale Energiemärkte nicht steuern, aber wir können unsere Abhängigkeit von ihnen reduzieren. Unsere Zielsetzung ist daher klar:  heimische Förderung ausbauen, heimische Versorgung stärken. Mit Wittau geht die OMV hier voran – bis zu vierzehn Prozent OMV-Eigenversorgungsanteil im Endausbau, hochwertige Arbeitsplätze und Wertschöpfung, die im Land bleibt. Das entspricht auch den Zielsetzungen unserer ÖBAG-Strategie," sagte Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer zum Projekt in Wittau.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.05.2026, 13:52, 18.05.2026, 10:46
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