Bei hohen Temperaturen müssen Kühlgeräte besonders zuverlässig arbeiten. Doch eine zu niedrige Einstellung, warme Speisen und ein ungünstiger Standort treiben den Stromverbrauch unnötig in die Höhe. Der OÖ Energiesparverband zeigt, wie Haushalte gegensteuern können.
Zuallererst: Kälter ist nicht automatisch besser. Für den Kühlschrank empfiehlt der Energiesparverband eine Temperatur von 6 Grad. Im Gefriergerät reichen minus 18 Grad aus.
Schon ein einziges Grad weniger lässt den Stromverbrauch des Geräts um einige Prozent steigen. Wer den Regler zu weit nach unten dreht, zahlt also drauf – ohne einen zusätzlichen Nutzen zu haben.
Auch ein kurzer Check kann bares Geld sparen: Die Türdichtungen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Bildet sich auffällig viel Eis, kann das laut den Experten auf eine undichte Stelle hinweisen.
Kühl- und Gefriergeräte sollten außerdem möglichst kühl stehen – keinesfalls direkt neben Herd oder Heizkörper. Bei Einbaugeräten müssen die Lüftungsgitter frei und sauber bleiben. Auch der Wärmetauscher auf der Rückseite sollte vorsichtig gereinigt werden.
Und: Warme Speisen gehören nicht sofort in den Kühlschrank. Gefriergut wiederum sollte rechtzeitig darin aufgetaut werden – statt in der Mikrowelle oder auf dem Herd. Geräte ohne Abtauautomatik müssen regelmäßig abgetaut werden.
Der größte Sparhebel steht oft im Keller oder in der Garage: Wer ein altes Zweit-Kühl- oder Gefriergerät stilllegt, kann je nach Größe und Alter bis zu 300 Kilowattstunden und damit bis zu 100 Euro pro Jahr sparen. Getränkekühlschränke sollten ebenfalls nur bei Bedarf laufen.
Beim Neukauf zählt neben der Effizienzklasse auch die richtige Größe. Für zwei Personen reichen meist 100 bis 140 Liter, bei größeren Familien gelten rund 50 Liter pro Person. Kühlschränke ohne Gefrierfach brauchen rund 25 Prozent weniger Strom. Gefriergeräte sollten das ganze Jahr über mindestens zu zwei Dritteln gefüllt sein.