Thomas Tuchel hat zu einem letzten großen Schaulaufen vor der Weltmeisterschaft eingeladen und einen XXL-Kader für die Länderspiele der englischen Fußball-Nationalmannschaft nominiert. Der Deutsche berief 35 Spieler rund um Kapitän Harry Kane von Bayern München für die Spiele gegen Uruguay (27. März) und Japan (31. März) in sein Aufgebot. Das sorgte für Stirnrunzeln auf der Insel.
"Wir laden Spieler ein, die wir noch nicht gesehen haben und die noch nicht so viel gespielt haben, um uns einen besseren Überblick zu verschaffen und den Wettbewerb um die Tickets in die USA anzukurbeln", sagte der 52-Jährige. Für die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada darf Tuchel 26 Spieler nominieren.
Für den Ablauf des kommenden Lehrgangs hat sich Tuchel dabei etwas Ungewöhnliches einfallen lassen. "Wir haben beschlossen, zwei Gruppen zu bilden", kündigte er an. Eine erste, verkleinerte Gruppe kommt für das Spiel gegen Uruguay zusammen. Anschließend sollen "zehn bis elf Spieler" wieder abreisen. Ein gemischter Block aus dann anreisenden und sich bereits im Training befindlichen Spielern bestreitet das zweite Spiel gegen Japan.
"35 klingt viel, aber tatsächlich besteht der Kader bis Samstag aus 19 Feldspielern und vier Torhütern, beim zweiten Spiel sind es dann 22 Feldspieler und drei bis vier Torhüter. Bei keinem der Spiele muss einer auf der Tribüne sitzen", rechtfertigte sich der Teamchef der "Three Lions".
In England sorgte bei der bemerkenswerten Nominierung besonders eine Personalie für Aufsehen. Real Madrids Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold zählt nicht zum Aufgebot. Die zuletzt verschmähten Kobbie Mainoo sowie Harry Maguire von Manchester United kehrten derweil zurück.
In der Vorrunde der WM (11. Juni bis 19. Juli) trifft Mit-Favorit England in der Gruppe L auf Ghana, Kroatien und Panama.