Cup-Fight, Emotionen pur – und danach völlige Eskalation! Auch zwei Tage nach dem brisanten Duell zwischen dem LASK und der SV Ried sind die Fronten weiter verhärtet. Mittendrin: LASK-Coach Didi Kühbauer.
Der Burgenländer provozierte nämlich nicht nur die Ried-Anhänger nach dem Abpfiff und legte sich mit Maximilian Senft an. Er soll auch seinen ehemaligen Schützling und aktuellen Ried-Kapitän Michael Sollbauer wüst beschimpft haben, behauptet zumindest der Innenverteidiger gegenüber der „Krone”.
Sollbauer rechnete deshalb mit seinem Ex-Trainer ab. "Alles komplett unter der Gürtellinie, Aussagen großteils auch auf sehr persönlicher Ebene. Ein echtes Trauerspiel, das die wahre Persönlichkeit Kühbauers zeigt", schilderte er über die Auseinandersetzung mit Kühbauer. Brisant: Der 35-Jährige spielte beim WAC jahrelang, absolvierte unter Kühbauer 82 Spiele.
LASK-Coach Didi Kühbauer jubelte nach Abpfiff demonstrativ in Richtung der Ried-Fans – einige wollten daraufhin sogar aufs Feld stürmen, wurden aber von Ordnern zurückgehalten. "Nicht vom Herrn Kühbauer provozieren lassen. Das ist unterste Schublade", sagte der Stadionsprecher. Doch damit nicht genug: Auch den Handschlag mit Ried-Trainer Maximilian Senft verweigerte der 53-Jährige demonstrativ und verlautbarte später, dass es mit dem Coach "nie wieder" einen Handschlag geben werde.
Wieso? Kühbauer warf seinem Gegenüber unsportliches Verhalten vor. "Wie sich der da heute benommen hat, war für mich nicht in Ordnung. Er fordert Spieler auf, nach einem Foul eine Rudelbildung zu machen", so der LASK-Trainer. Und schob hinterher: "Der Junge muss noch viel lernen. Und ich weiß, wovon ich rede, weil ich war auch sehr emotional am Anfang meiner Karriere." Ob er selbst sein Verhalten nach dem Weiterkommen als sportlich sauber betrachten würde, sei dahingestellt. Fest steht jedenfalls: In den kommenden Begegnungen zwischen dem LASK und Ried geht es wohl um mehr als drei Punkte.