Niederösterreich

Gutachten belastet Arzt nach Tod in Kinderwunschklinik

Nach dem Tod einer 32-jährigen Patienten einer Kinderwunschklinik in Baden wird nun der behandelnde Arzt schwer belastet.
12.06.2020, 12:35

Der Kinderwunsch einer 32-Jährigen endete für die Frau mit dem Tod. Nachdem sie sich in einer privaten Kinderwunschklinik in Baden behandeln hatte lassen, starb sie kurz darauf in Wien im Spital. Die Todesursache war ein septischer Schock. Zwei weitere Patientinnen der Klinik befanden sich nach Behandlungen in kritischem Zustand - mehr dazu hier.

Erstes Gutachten fertig

Die Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt ließ ein mikrobiologisches Gutachten anfertigen, das Ergebnis belastet einen behandelnden Arzt schwer. Das Gutachten zeigt, dass es beim Narkosevorgang zu einer Verunreinigung durch Keime gekommen war. Wie der "ORF NÖ" berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen grob fahrlässiger Tötung und grob fahrlässiger schwerer Körperverletzung gegen den besagten Arzt.

Das Ergebnis eines chemischen Gutachtens, das toxische Stoffe im Blut der Frauen untersucht, war am Freitag noch ausständig. Weitere Gutachten wurden in Auftrag gegeben. Im Fokus steht nun die Frage, ob ein Behandlungsfehler vorliegt.
Die Kinderwunschklinik darf indes bis auf weiteres keine Patientinnen mehr behandeln.

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