Mit blauen Haaren und scharfen Ansagen wurde Rezo zu einem der bekanntesten YouTuber im deutschsprachigen Raum. Millionen verfolgen seine Videos im Netz. Abseits davon baute sich der Influencer mit SPRK auch eine eigene Streetwear-Marke auf. Doch genau dieses Projekt brachte ihn jetzt offenbar an seine Grenzen.
In einem Livestream aus dem Urlaub packte Rezo nun über die schwerste Krise seiner Marke aus. "Die letzten sechs Monate war plötzlich alles weg", schildert er die dramatische Situation. Der Onlineshop verschwand, Fans rätselten über die Hintergründe, der Influencer selbst hatte sich aber bedeckt gehalten.
Der Grund dafür: Das Logistik-Unternehmen, das die Bestellungen abwickelte, schlitterte überraschend in die Insolvenz – und hätte beinahe auch SPRK mit in den Abgrund gerissen. Für Rezo waren die Folgen heftig.
"Alles lief geil, dann haben wir diese Nachricht bekommen", erinnert er sich an den Schicksalsschlag. Bei dem insolventen Partner lagerte nicht nur die Ware, sondern auch ein Teil der Einnahmen daraus. "Da liegt halt ganz viel Geld und das wird von Zeit zu Zeit abgerechnet", erklärt der YouTuber. Laut eigenen Aussagen sei das schon länger nicht mehr passiert gewesen. Durch die Partner-Pleite landeten sowohl seine Klamotten als auch das Geld in der Insolvenzmasse.
Besonders bitter: Er musste seine eigene Ware zurückkaufen. "Die Ware, die bei ihm war, die von meinem Geld schon bezahlt wurde – die musste ich ihm abkaufen", erzählt er frustriert. "Der Anwalt hat uns gesagt: 'Wenn ihr ganz viel Glück habt, seht ihr von all dem nachher fünf Prozent wieder'".
Der finanzielle Schaden ist enorm. "Ich habe über eine halbe Million Euro verloren", so Rezo offen im Stream. Zeitweise stand sogar im Raum, dass SPRK komplett zusperren muss. Sein Team habe aber "wie Löwen" gekämpft, um die Marke zu retten.
Mittlerweile gibt es aber Entwarnung. Der Onlineshop läuft wieder, eine neue Kollektion ist bereits online. Trotz des riesigen Verlusts versucht Rezo, die Sache inzwischen mit Humor zu nehmen.
In den letzten zehn Jahren habe er als Unternehmer teilweise sehr viel Glück gehabt. "Und dann hat man halt mal Pech, so läuft das", meint er laut "Bild" rückblickend. Dass seine Marke die Insolvenz-Krise überhaupt überlebt hat, sieht Rezo heute selbst als großes Privileg.