KI-Hilfe angekündigt

Neue Apple-Funktionen sollen den Alltag erleichtern

Von smarter Sprachsteuerung bis zu automatischen Untertiteln: Apple baut seine Hilfsfunktionen mit Künstlicher Intelligenz aus.
Digital  Heute
28.05.2026, 21:13
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Apple will seine Geräte für Menschen mit Einschränkungen einfacher nutzbar machen und setzt dabei verstärkt auf künstliche Intelligenz. Der Konzern aus Cupertino hat eine Reihe neuer Funktionen vorgestellt, die noch im Laufe dieses Jahres auf iPhone, iPad, Mac, Apple TV und Apple Vision Pro erscheinen sollen. Im Mittelpunkt stehen Verbesserungen für blinde und sehbehinderte Menschen, neue Möglichkeiten zur Sprachsteuerung und automatisch erzeugte Untertitel für Videos. Stark baut Apple dabei die Funktionen rund um "Apple Intelligence" aus.

Die KI-Technologie soll dabei helfen, Inhalte besser zu beschreiben, Texte verständlicher aufzubereiten und Geräte natürlicher per Sprache bedienbar zu machen. Gleichzeitig betont Apple, dass viele dieser Funktionen direkt auf dem Gerät arbeiten und damit persönliche Daten geschützt bleiben sollen. Apple-Chef Tim Cook: "Apples Engagement zur Barrierefreiheit ist einzigartig." Mit Apple Intelligence erweitere man die Hilfsfunktionen um "leistungsstarke neue Möglichkeiten" und halte gleichzeitig an seinem Prinzip "Privacy by Design" fest.

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Vor allem Nutzer von VoiceOver sollen von Neuerungen profitieren. Die Bildschirmlesefunktion kann künftig ausführlichere Beschreibungen von Bildern liefern. Das betrifft nicht nur Fotos, sondern auch Rechnungen, Dokumente oder andere Inhalte auf dem Display. Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen sollen genauer verstehen können, was auf dem Bildschirm angezeigt wird. Neu ist außerdem eine erweiterte Live-Erkennung. Nutzer können auf dem iPhone die Aktionstaste drücken und Fragen zu dem stellen, was die Kamera gerade sieht.

Auch die Sprachsteuerung wird ausgebaut

Die KI beantwortet diese Fragen dann in natürlicher Sprache. Auch Rückfragen sollen möglich sein. Damit will Apple die Orientierung im Alltag erleichtern. Ähnliche Verbesserungen erhält die App "Lupe". Sie wurde speziell für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen entwickelt und kann Inhalte stark vergrößern oder kontrastreicher darstellen. Künftig soll die App ebenfalls Fragen zur Umgebung beantworten können. Zusätzlich lässt sie sich per Sprache steuern. Befehle wie "Vergrößern" oder "Taschenlampe einschalten" sollen direkt funktionieren.

Auch die Sprachsteuerung wird ausgebaut. Nutzerinnen und Nutzer müssen künftig nicht mehr exakte Namen von Tasten oder Menüs kennen. Stattdessen sollen einfache natürliche Beschreibungen reichen. Wer etwa sagt "Gehe zu den Guides mit den besten Restaurants" oder "Gehe auf den violetten Ordner", soll damit direkt ans Ziel kommen. Vor allem Menschen mit körperlichen Einschränkungen sollen Geräte dadurch einfacher bedienen können. Apple erweitert außerdem den "Reader für Bedienungshilfen".

Zusätzlich kommt eine integrierte Übersetzungsfunktion

Die Funktion richtet sich unter anderem an Menschen mit Legasthenie oder Sehproblemen. Künftig sollen auch komplizierte wissenschaftliche Texte mit mehreren Spalten, Bildern oder Tabellen besser dargestellt werden. Neu sind zudem automatische Zusammenfassungen, damit Nutzer vor dem Lesen einen Überblick erhalten. Zusätzlich kommt eine integrierte Übersetzungsfunktion hinzu, bei der Formatierungen erhalten bleiben sollen. Eine weitere große Neuerung betrifft Untertitel.

Bislang fehlen bei vielen privaten Videos oder Onlineclips automatische Untertitel. Apple will dieses Problem nun lösen. Künftig können iPhone, iPad, Mac, Apple TV und Apple Vision Pro gesprochene Inhalte automatisch transkribieren, wenn keine Untertitel vorhanden sind. Die Untertitel werden laut Apple direkt auf dem Gerät erstellt. Besonders viel Aufmerksamkeit erhält eine neue Funktion für die Apple Vision Pro. Die Computerbrille soll künftig kompatible Elektrorollstühle mit den Augen steuern können.

"Meinen Elektrorollstuhl selbst zu steuern, ist für mich Gold wert"

Hintergrund ist, dass manche Menschen keine klassischen Joysticks bedienen können. Apple nutzt dafür das Eye-Tracking der Vision Pro. Die Steuerung soll laut Unternehmen auch bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen zuverlässig funktionieren. Zum Start wird die Funktion in den USA zunächst mit den alternativen Antriebssystemen Tolt und LUCI unterstützt. Apple kündigte zugleich an, die Zusammenarbeit mit weiteren Entwicklern ausbauen zu wollen.

Pat Dolan, Gründer von GeoALS und seit zehn Jahren an ALS erkrankt, sagte dazu: "Die Möglichkeit, meinen Elektrorollstuhl selbst zu steuern, ist für mich Gold wert." Apple entwickle mit dieser Funktion "lebensverbessernde Technologie für die Menschen, die sie am dringendsten benötigen".

Auch Blair Casey, CEO von Team Gleason, sieht darin einen wichtigen Fortschritt. "Das präzise Tracking der Augenbewegungen der Apple Vision Pro auf diese Weise zu nutzen, ist ein riesiger Schritt nach vorne", erklärte er. Daneben kündigte Apple noch zahlreiche kleinere Verbesserungen an. So kommen die sogenannten Fahrzeugbewegungshinweise auch auf visionOS. Sie sollen Übelkeit reduzieren, wenn die Vision Pro während einer Autofahrt genutzt wird. Zudem unterstützt die Brille künftig Gesichtsgesten für bestimmte Eingaben.

"Hikawa Grip & Stand" für das iPhone

Menschen mit Hörgeräten sollen von stabileren Verbindungen zwischen den Geräten profitieren. Für Apple TV wird eine größere Textdarstellung eingeführt. Die Funktion zur Namenserkennung, die gehörlose oder schwerhörige Menschen benachrichtigt, wenn jemand ihren Namen sagt, unterstützt künftig weltweit mehr als 50 Sprachen. Auch Spielerinnen und Spieler mit Einschränkungen sollen neue Möglichkeiten erhalten. Der Sony Access Controller wird künftig mit iPhone, iPad und Mac kompatibel sein. Tasten und Steuerungen lassen sich individuell anpassen.

Parallel dazu startet Apple den weltweiten Verkauf des "Hikawa Grip & Stand" für das iPhone. Das Zubehör wurde speziell für Menschen mit eingeschränkter Greiffähigkeit entwickelt. Es entstand in Zusammenarbeit mit Designer Bailey Hikawa und dem Zubehöranbieter PopSockets. Der Griff ist ab sofort in drei neuen Farben erhältlich. Sarah Herrlinger, Senior Director of Global Accessibility Policy and Initiatives bei Apple, betonte, dass viele Nutzerinnen und Nutzer täglich auf diese Hilfsfunktionen angewiesen seien. Durch Apple Intelligence würden diese Werkzeuge nun "noch leistungsfähiger".

Nicht alle Funktionen werden allerdings sofort weltweit verfügbar sein. Einige Angebote starten zunächst nur auf Englisch und nur in bestimmten Ländern wie den USA oder Kanada. Auch die Unterstützung von Apple Intelligence hängt von Sprache und Region ab.

{title && {title} } red, {title && {title} } 28.05.2026, 21:13
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