Vor dem WM-Aus gegen Paraguay hatte sich Julian Nagelsmann noch kämpferisch gegeben, nach dem 3:4 im Elfmeterschießen war die Enttäuschung beim DFB-Teamchef jedoch riesig. Im Interview mit dem ZDF zeigte sich der 38-Jährige sichtlich genervt.
Auf die Frage nach den Gründen für das überraschend frühe Ausscheiden reagierte Nagelsmann ungehalten: "Das habe ich jetzt dreimal gesagt: Der Spielvortrag war zu langsam."
Der frühere Bayern-Trainer machte vor allem das eigene Offensivspiel für das Aus verantwortlich. "Manche Mannschaften können leider mit einfachen Mitteln gewinnen. Wenn du da nicht konsequent verteidigst und sie in Führung gehen, dann wird es schwer. Wir haben viel zu langsam gespielt", analysierte Nagelsmann.
Für großen Ärger sorgte zudem der aberkannte Treffer zum vermeintlichen 2:1 in der Verlängerung. Wegen eines angeblichen Foulspiels nahm der Schiedsrichter den Treffer zurück – für Nagelsmann völlig unverständlich. Der Bundestrainer sprach von einem "Vollskandal" und bezeichnete die Entscheidung als "einen Witz".
Auch auf Fragen zu seiner Zukunft reagierte der DFB-Coach gereizt. Obwohl sein Vertrag noch bis 2028 läuft, musste er sich unmittelbar nach dem Aus mit Spekulationen beschäftigen.
"Ich stehe weiter zur Verfügung. Wenn der DFB das nicht mehr will, dann müssen sie es mir sagen", erklärte Nagelsmann und stellte gleichzeitig klar, dass ein freiwilliger Rücktritt für ihn kein Thema sei.