Hacker verrät, wann Corona-Maßnahmen gelockert werden

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) steigt bei Lockerungen auf die Bremse.
Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) steigt bei Lockerungen auf die Bremse.HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com; HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
FPÖ, NEOS und erste Landeschefs sprechen sich für ein baldiges Ende des Lockdowns für Ungeimpfte aus. Wien schiebt dem Wunsch aber einen Riegel vor.

Die Omikron-Variante breitet sich in Österreich nach wie vor aus. Immer mehr Bundesländer stoßen wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen beim Contact-Tracing an ihre Grenzen. Das Bundesland Oberösterreich hat mittlerweile die Verfolgung der Kontakte von infizierten Personen bis auf Weiteres eingestellt.

Für die Bundeshauptstadt kommt ein solcher Schritt nicht in Frage. Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) steigt zudem bei möglichen Lockerungsschritten auf die Bremse. Für den 58-Jährigen ist etwa ein Ende des Lockdowns für Ungeimpfte noch zu früh.

Aus für Ungeimpften-Lockdown?

Neben FPÖ und NEOS hatte sich auch Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) für einen solchen ausgesprochen. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen, wie etwa Corona-Tests für ungeimpfte Personen – "Heute" berichtete.

Dass Hacker Lockerungen eine Absage erteilt, kommt nicht ohne Grund, denn laut dem Politiker stehe der Höhepunkt der Omikron-Welle erst bevor. "Wir haben erst seit zwei Wochen Prognose-Zahlen für die Spitäler, die zum ersten Mal unter der Belastungsgrenze der Herbst-Welle sind", erklärt Hacker am Montag in der "Zeit im Bild 2".

"Für Entwarnungen zu früh"

Bei den Prognosen davor wäre es wesentlich höher gewesen, auch wenn die Zahl der Einzelpersonen, die an dem Virus erkranken, geringer sei. "Daher ist es mir im Augenblick noch zu früh, Entwarnungen zu geben", stellt Wiens Gesundheitsstadtrat unmissverständlich klar.

Aber: "Ich stimme zu, wenn die Erwartungshaltung den optimistischen Weg einschreitet, wenn die tatsächliche Entwicklung optimistisch bleibt und wir wenig Belastung in den Spitälern sehen, dann ist es überhaupt keine Frage, dass dann sehr, sehr rasch die Maßnahmen gelockert werden können und wohl auch müssen."

1.200 Corona-Patienten im Spital

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in den Krankenhäusern sinkt jedenfalls weiter, allerdings wächst die Zahl der Patienten auf den Normalstationen und bei den Spitalszahlen insgesamt. Stand 24. Jänner liegen insgesamt 1.200 Personen aufgrund einer Infektion im Spital, 187 kämpfen auf der "Intensiv" um ihr Leben.

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