Politik

Hacker: "Völlig ungeklärt, wo Massentests stattfinden"

Am 5. Dezember sollen die Massentests in Österreich starten. Dabei sind jedoch noch viele Fragen offen.
Heute Redaktion
23.11.2020, 07:54

Vor rund einer Woche hat Bundeskanzler Sebastian Kurz angekündigt, Massentests in Österreich durchführen zu wollen. Am 5. Dezember sollen diese starten. Zuerst für Lehrer, dann folgen die Polizisten, vor Weihnachten soll es dann die breit angelegten Tests für die gesamte Bevölkerung geben.

Warten auf Konzept

So weit der Plan. Dennoch sind aber viele Fragen offen, vor allem was die Teststraßen und das Personal betrifft. Die Gesundheitsbehörden in den Bundesländern klagen, dass sie noch immer nicht wissen, wie sie das alles ermöglichen sollen und wie sie vom Bund unterstützt werden.

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Am Abend soll zu dem Thema eine Videokonferenz mit dem Bundeskanzler Sebastian Kurz, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und den Landeshauptleuten erfolgen. In Südtirol haben die Massentestungen viel Zuspruch erfahren.

"Noch immer gebe es kein generalstabsmäßiges Konzept", sagt der Salzburger Gesundheitsstadtrat Christian Stöckl. Man brauche sehr viel Personal und die IT-Systeme müssen besser vernetzt werden. "Mit den derzeitigen Ressourcen geht das nicht", so Stöckl gegenüber "Ö3".

Auch Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker kritisiert das Vorgehen der Bundesregierung im "Ö1-Morgenjournal": "Da wird zehn Tage über Massentests diskutiert und mit den Ländern gab es noch kein einziges Gespräch. Es ist völlig ungeklärt, wo die Tests stattfinden sollen, wer sie abnimmt, die Dokumentation, etc."

Videokonferenz am Abend

Stöckl erklärt zudem, dass schnell reagiert werden müsse, wenn ein positiver Fall auftritt. Für das Contact-Tracing brauche man zusätzliches Personal.

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