Coronavirus

Häftlingen werden jetzt Ausgang und Besuch gestrichen

Die Ausgangsbeschränkungen treffen auch jene, die ohnehin 24 Stunden am Tag hinter Gittern verbringen. Sie dürfen nicht mehr besucht werden.
Leo Stempfl
19.11.2021, 21:09

Genau drei Wochen lang werden die ohnehin isolierten Häftlinge weiter von der Außenwelt abgeschnitten. Denn der mit Montag in Kraft tretende Lockdown trifft auch den Strafvollzug, wie Ressortmediensprecherin Christina Ratz auf "orf.at" erklärt.

Vorerst bis 12. Dezember wird es den Insassen nicht mehr möglich sein, Besuche zu empfangen. "Zur Aufrechterhaltung der Kontaktmöglichkeit zu Angehörigen werden aber Telefonie und Videotelefonie verstärkt angeboten werden", so Ratz. Wie schon in den vergangenen Lockdowns werden auch Freigänge und Ausgänge wieder gestrichen.

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Home Office im Ministerium

Wie "Heute" aus Anwaltskreisen erfuhr, gibt es in puncto Justiz auch bei den Verhandlungen schon erste Maßnahmen. Einzelne Gerichte verschieben bereits einzelne Verhandlungen aufgrund der Lockdown-Maßnahmen und den hohen Corona-Zahlen. Bei den Staatsanwaltschaften soll es jedoch keine Einschränkungen geben.

Bedienstete des Ministeriums selbst seien dazu angehalten worden, ins Home Office zu wechseln, heißt es auf "orf.at" weiter. "Jedenfalls wird gewährleistet sein, dass weniger als 50 Prozent der Mitarbeitenden im Büro und Personen, die ein Zimmer teilen, nicht ohne entsprechende Schutzmaßnahmen vor Ort sind", führt Ratz aus.