Am Landesgericht St. Pölten wurden am Mittwoch sechs Mitglieder einer Diebesbande schuldig gesprochen. Laut Anklage haben die Männer ihre Opfer an Autobahnrastplätzen in Gespräche verwickelt - und dann ihre Wertgegenstände aus den Fahrzeugen gestohlen.
Die aus Tschechien, der Slowakei und dem Kosovo stammenden Männer wurden laut orf.at zu unbedingten Haftstrafen zwischen drei und 19 Monaten verurteilt. Vor Gericht bekannten sich alle voll oder teilweise schuldig - die meisten von ihnen waren bereits vorbestraft.
Die Männer waren laut Anklage monatelang entlang der Westautobahn auf Beutezug - und haben sich dabei immer neue Tricks einfallen lassen. Einer aus der Gruppe soll zum Beispiel absichtlich einen Auffahrunfall verursacht haben. Während das Opfer abgelenkt war, hat ein Komplize Bargeld aus dem Wagen gestohlen.
Der Prozess in Sankt Pölten dauerte länger als fünf Stunden, da auch 17 Zeugen gehört wurden. Insgesamt ging es um 22 verschiedene Tathandlungen mit zahlreichen Delikten. Zu den gestohlenen Wertgegenständen gehörten Bargeld, Handtaschen, Geldbörsen und Handys.
Verantworten mussten sich die Männer unter anderem wegen schweren gewerbsmäßigen Diebstahls und Urkundenunterdrückung.