Ein heftiges Unwetter hat am Montagabend, dem 31. August 2026, Teile Salzburgs getroffen. Besonders im Pongau sorgten Hagel, Starkregen und Sturm für zahlreiche Feuerwehreinsätze. In Wagrain lagen Straßen und Plätze nach dem Hagelschauer binnen kurzer Zeit weiß da – fast wie mitten im Winter.
Mehrere Medien, darunter ORF Salzburg, "5 Minuten" und die "Krone", berichten übereinstimmend von massiven Hagelmengen und schwierigen Aufräumarbeiten. In Wagrain war die Lage so außergewöhnlich, dass neben zwei Ladern und einem Traktor auch ein Schneepflug zum Einsatz kam.
"Innerhalb kürzester Zeit fielen enorme Hagelmengen", schilderte die Feuerwehr. Besonders der Bereich rund um den Kreisverkehr war stark betroffen. Dort behinderten die weißen Hagelreste den Verkehr massiv, Einsatzkräfte mussten räumen und den Verkehr regeln. Laut Angaben aus dem Einsatz standen in Wagrain 27 Feuerwehrleute von etwa 18.50 Uhr bis 21 Uhr im Einsatz.
Die Hageldecke soll stellenweise bis zu 20 Zentimeter dick gewesen sein. Fotos und Videos aus der Gemeinde zeigten Straßen, die komplett mit weißen Körnern bedeckt waren. Zusätzlich zum Hagel sorgte Starkregen für Probleme: Ein Keller und ein mit Wasser gefüllter Schacht mussten ausgepumpt werden.
Auch abseits von Wagrain blieb die Nacht unruhig. In St. Johann-Alpendorf ging eine Mure ab und verschüttete die Großarler Landesstraße L109. Die Straße musste kurzzeitig gesperrt werden. In St. Johann wurden zudem kleinere Muren auf der L109 und der B163 gemeldet, Schlamm und Geröll mussten von den Fahrbahnen entfernt werden.
Landesweit waren 185 Feuerwehrleute wegen Überflutungen, kleinerer Erdrutsche und weiterer Unwetterschäden im Einsatz. Im Pinzgau traf es vor allem Maishofen und Taxenbach. In Schwarzach drang Regenwasser in Gebäude ein, teils wurden Brandmeldeanlagen ausgelöst.