Kolumne LiebesLeben

Haha, ein Hoppala: Nicht alle Pannen sind lustig

Über sich selbst lachen zu können, nimmt den Druck aus peinlichen und unangenehmen Situationen. Manchmal kann das aber auch nach hinten losgehen.
Sandra Kartik
03.06.2026, 06:00
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Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter! Man lässt sich beim Scheitern nunmal nicht gerne zuschauen. Niemand wünscht sich Zeugen für die glanzlosen Momente des Lebens. Am liebsten würde man seinen eigenen Blick abwenden, wenn einem etwas Peinliches passiert oder grob misslingt. Es verdrängen und das Schamgefühl unter ganz viel Ablenkung begraben. So tun, als wäre nichts gewesen.

Doch das Kopf-Karussell dreht sich verlässlich. Hoppalas leben in der Erinnerung weiter, auch der anderer. Warum nicht offen ansprechen, was schiefgelaufen ist, dahinterstehen, dass man nicht perfekt ist und Fehler macht. Humor kann eine adäquate Waffe sein, wenn es Situation und Charakter hergeben. Über sich selbst lachen zu können, nimmt den Druck, hat aber auch eine Schattenseite: Man dreht tatsächlich Ernstes damit schnell ins Lächerliche. Bevor man Rückschläge wegwitzelt, macht es Sinn zu verstehen, was passiert ist. Haha, schon wieder ein unmögliches Date. Das in allen Details zu schildern, kann entlasten und unterhaltsam für andere sein. Viel wichtiger, als ewig der mit den schrägen Liebesgeschichten zu bleiben, ist aber, das Muster dahinter zu erkennen, um es verändern zu können.

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