Eigentlich sollte die Hochzeit der Beginn eines neuen Lebensabschnitts sein. Für eine frisch verheiratete Frau ist die Realität jedoch ernüchternd - sie zweifelt bereits wenige Wochen nach dem Ja-Wort an ihrer Entscheidung.
Während sich viele Paare nach der Hochzeit auf die gemeinsame Zukunft freuen, kämpft eine Frau mit ganz anderen Gedanken. Erst vor wenigen Wochen hat sie ihren Partner geheiratet, doch statt Glücksgefühlen machen sich bei ihr Zweifel breit.
"Ich bin erst seit ein paar Wochen mit meinem Freund verheiratet, aber ich bereue es schon jetzt, den Bund fürs Leben geschlossen zu haben", erzählt die Frau gegenüber dem "Daily Star".
Besonders das neue Alltagsleben setzt ihr zu. Die Routine aus Arbeit, Haushalt und gemeinsamen Abenden empfindet sie als eintönig. Was früher aufregend und spontan war, sei mittlerweile vorhersehbar geworden.
Vor der Ehe habe sie ein völlig anderes Leben geführt. Sie lebte mit Freunden in einer Wohngemeinschaft, musste sich kaum um finanzielle oder organisatorische Dinge kümmern und genoss ein hohes Maß an Freiheit. Genau diese Unbeschwertheit vermisst sie heute nach eigenen Angaben schmerzlich.
"Ich sehne mich nach Abwechslung, Würze und Aufregung. Nur mit ihm zusammen zu sein, ist langweilig und vorhersehbar. Ich vermisse meine alten, wilden Zeiten, als ich jede Woche zwei verschiedene Männer hatte", erklärt die Frau dem "Daily Star".
Und: "Die Ehe ist einfach nur unerträglich langweilig. Wir arbeiten, schauen fern, räumen auf und gehen ins Bett. Und selbst im Bett ist der Sex längst nicht mehr so aufregend oder leidenschaftlich wie vor der Hochzeit."
Auch das Zusammenleben mit ihrem Mann gestaltet sich schwieriger als erwartet. Vor allem dessen hohe Ansprüche an Ordnung und Sauberkeit würden sie zunehmend belasten. Der Druck, den gemeinsamen Haushalt ständig perfekt zu führen, setze ihr stark zu.
"Er verlangt, dass alles 'perfekt' ist, und der Druck, alles blitzblank zu halten, macht mich wahnsinnig", wird die Ehefrau im "Daily Star" zitiert.
Hinzu kommt, dass die junge Ehefrau das Gefühl hat, ihr Mann gehe vollkommen in seiner neuen Rolle auf. Während er mit dem gemeinsamen Leben offenbar sehr zufrieden sei, fühle sie sich zunehmend unwohl und überfordert.
Die Folge: Statt Hochzeitsglück herrscht Ernüchterung. Die Frau fragt sich inzwischen, ob sie den Schritt vor den Traualtar womöglich zu früh gewagt hat.
Kummerkasten-Tante Jane O'Gorman erklärt im "Daily Star": "Eine Ehe ist nur so gut, wie man sie gestaltet. Man muss viel investieren, um viel zurückzubekommen. Niemand behauptet, dass man, nur weil man verheiratet ist, jeden Abend zu Hause bleiben und vor sich hin vegetieren muss."
Und weiter: "Was deine Sehnsucht nach neuen sexuellen Abenteuern angeht: Hast du das nicht längst hinter dir gelassen? Warum versuchst du nicht, dein Sexleben wieder etwas aufzupeppen? Sollte diese neue Konstellation wirklich nicht funktionieren, bist du deinem neuen Ehemann absolute Ehrlichkeit schuldig."