1.000 Euro abgehoben

"Ehefrau tauchte im Bordell auf!" Puff-Chefin packt aus

Catherine de Noire, Psychologin und Betreiberin eines legalen Bordells in Europa, erlebt seit Jahren hautnah, wie unterschiedlich Menschen fremdgehen.
André Wilding
24.02.2026, 20:23
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Veränderte Routinen, plötzliche Überstunden oder ein auffallend bewachtes Mobiltelefon – die Liste möglicher Anzeichen für Untreue ist lang. Doch welche Hinweise sind wirklich stichhaltig? Catherine de Noire, Betreiberin eines legalen Bordells und Psychologin, kennt die Muster und Methoden untreuer Partner aus erster Hand. Sie erklärt im Interview mit der Erotik-Plattform Erobella.com, dass die verräterischen Zeichen stark von der Persönlichkeit des Fremdgehers abhängen.

Plumpe Fehler

Laut de Noire gibt es eine Gruppe von Fremdgehern, deren Handlungen von einer bemerkenswerten Sorglosigkeit geprägt sind. Ihre Untreue kommt oft durch eine Kombination aus modernen Technologien und klassischen Fehltritten ans Licht. "Manche erscheinen, während sie ihren Live-Standort mit ihrer Partnerin teilen, sodass sie in Echtzeit sehen kann, wo sie sich aufhalten", berichtet de Noire.

"Andere kommen mit Freunden, und einer von ihnen verplappert sich im Beisein der Partnerin. Oder jemand hebt um vier Uhr morgens 1.000 Euro an einem Geldautomaten im Club ab – von einem gemeinsamen Konto. Oder er vergisst das Eintrittsticket in der Hosentasche. All das habe ich erlebt, und häufig endete es damit, dass die Ehefrau im Club auftauchte, um ihn zur Rede zu stellen, während er völlig fassungslos war, dass sie überhaupt etwas bemerkt hatte."

Das fast perfekte Doppelleben

Im Gegensatz dazu stehen die Strategen, deren Vorgehen so diszipliniert ist, dass es für den Partner nahezu unmöglich wird, Verdacht zu schöpfen. Diese Gruppe plant ihre Seitensprünge mit der Präzision eines Managers. "Einer unserer Kunden arbeitet in der Nähe des Clubs. Er ist seit mehreren Jahren verheiratet, kommt aber mindestens einmal pro Woche", erklärt de Noire.

"Er erscheint stets in seiner Mittagspause und lässt sein Handy im Büro. Für die Terminabsprachen nutzt er ein separates Telefon, das er ausschließlich am Arbeitsplatz aufbewahrt. Mit der Begleiterin hat er vereinbart, dass sie vor ihren Treffen kein starkes Parfum trägt. Nach dem Treffen kehrt er ganz normal ins Büro zurück und hat noch mehrere Stunden Zeit, bevor er nach Hause zu seiner Ehefrau fährt – als wäre nichts geschehen. Aus Sicht der Ehefrau gibt es praktisch keine Möglichkeit, etwas herauszufinden", so die Puff-Chefin.

In solchen Fällen gibt es kaum äußere Anzeichen. Das gewohnte Leben läuft ohne sichtbare Störungen weiter, was die Entdeckung eines Betrugs extrem erschwert.

Wenn man den Partner nicht mehr kennt

Die Geschichten aus dem Cluballtag zeigen, dass es keine universellen Anzeichen für Untreue gibt. Während die einen eine deutliche Spur hinterlassen, perfektionieren die anderen ihre Tarnung. Die vielleicht beunruhigendste Erkenntnis aus de Noires Erfahrung ist jedoch nicht die Untreue selbst, sondern die Tatsache, wie wenig Menschen über ihre engsten Vertrauten wissen können: "Ich finde es bemerkenswert – beinahe erschreckend –, dass man Jahrzehnte mit einem Menschen zusammenleben, jede Nacht neben ihm einschlafen und dennoch so wenig über ihn wissen kann." Am Ende, so legt es de Noires Erfahrung nahe, ist das sicherste Anzeichen für ein Problem in der Partnerschaft vielleicht nicht ein verdächtiger Kontoauszug, sondern das Gefühl, einen Fremden an seiner Seite zu haben.

Catherine de Noire führt ein legales Bordell in Europa – und spricht offen darüber. Auf Instagram gewährt sie authentische Einblicke in ihren Berufsalltag, hinterfragt gesellschaftliche Vorurteile und gibt einem oft tabuisierten Thema eine sachliche Stimme. Mehr als 450.000 Menschen folgen ihr dabei.

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