Glitzer, Drama und ganz viel Herz: Deutschlands bekannteste Dragqueen Olivia Jones erobert jetzt das Fernsehen – mit einem Biopic im ZDF. Hinter der schrillen Kunstfigur steckt Oliver Knöbel, dessen Leben alles andere als leicht war.
Ab sofort in der Mediathek, am 13. Mai um 20.15 Uhr auch im TV: Der Film "Olivia" zeigt den harten Weg vom Außenseiter zum Publikumsliebling – inklusive Gänsehaut, Lacher und echten Tränenmomenten.
Schon die ersten Szenen knallen: Glitzer, Make-up, große Bühne. Doch der Weg dorthin war alles andere als schillernd. Aufgewachsen in der Provinz, musste Knöbel früh lernen, dass Anderssein nicht überall gefeiert wird.
Die Mutter, gespielt von Annette Frier, war damals völlig überfordert und das Dorf voller Gerede – und mittendrin ein Junge, der einfach er selbst sein will. Harte Worte, Ablehnung, sogar Gewalt: Aufgeben war trotzdem nie eine Option.
"Ich lasse mich hier nicht zum Gespött der Leute machen. Was soll nur aus dir werden?", schleudert die überforderte Mutter ihrem Sohn entgegen. "Aus mir muss nichts mehr werden, ich bin schon was. Ich bin Travestiekünstler", entgegnet der Sohn ihr lächelnd. Und ihre Antwort ist niederschmetternd: "Das ist abartig, was du machst. Wer so was macht, ist Abschaum."
Ob auf St. Pauli, bei der Bundesheer-Musterung oder im Kampf gegen Intoleranz – der Film zeigt: Olivia Jones musste sich alles erkämpfen. Unterstützung gab’s nicht immer, aber dafür echte Freundschaften und große Momente.
Besonders stark: Johannes Hegemann in der Hauptrolle. Nahbar, verletzlich und voller Energie, auch wenn er mit seinen 1,88 Metern nicht ganz an die 2,01 Meter von Knöbel herankommt. Beeindruckend ist außerdem, wie er die Stimme und den Ton von Jones trifft.
Der Film ist nicht nur schrill, sondern auch politisch. Olivia Jones steht seit Jahren für Toleranz, Vielfalt und klare Kante gegen rechts. Genau das macht das Biopic so aktuell.
Ihre Botschaft: Mut haben, zu sich stehen – und vor allem: Liebe zeigen.