22 Weltklasse-Piloten gehen in der Formel 1 an den Start. Und sie alle sind Teil einer bereits berühmtberüchtigten Chat-Gruppe bei WhatsApp. In dieser Gruppe tauschen sich Fahrer immer wieder aus, werden Dinge besprochen, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind. Denn alle Infos aus dieser Chat-Gruppe sind geheim.
Ferrari-Star Lewis Hamilton hat nun aber ein paar Einblicke gegeben und verraten, dass gerade in den letzten Tagen besonders viel gelästert wurde. Konkret geht es um den bevorstehenden Grand Prix von Großbritannien in Silverstone.
Denn aufgrund der neuen Motoren-Regelungen, die seit dieser Saison gelten, sehen die Star-Fahrer durchaus Probleme auf die Motorsport-"Königsklasse" zukommen. "Wir Piloten haben in unserem Chat alle darüber gesprochen, wie schlecht die Leistungsabgabe auf dieser Strecke sein wird", sagte der Siebenfach-Weltmeister.
Das Problem dabei: Der Kurs in Silverstone ist zwar ein Renn-Klassiker, eine Strecke, die Fahrer und Auto fordert, allerdings besteht der Kurs aus vielen Geraden und Vollgas-Stücken, unterbrochen durch schnelle oder mittelschnelle Kurven. Es gibt kaum harte Bremspunkte, die zum Aufladen der Batterie beitragen. Es wird also entscheidend sein, wie die Fahrer ihr Hybrid-System managen. Das gefällt den Piloten freilich nicht.
"Uns geht die Batterieleistung aus. Es gibt nur wenige Kurven, in denen wir Energie aufladen können. Deshalb wird der Elektromotor über einen großen Teil der Runde gar nicht arbeiten", erklärte der britische Lokalmatador, stellte damit in den Raum, dass es vor allem im Qualifying ein Problem sein könnte. Deshalb könnte "der Abstand zwischen den Autos doppelt so groß werden". Es gab zwar nach den ersten Saisonrennen kleine Anpassungen, die seien aber auf dieser Strecke wirkungslos.
Schon länger ein Kritiker des neuen Regelwerks ist Vierfach-Weltmeister Max Verstappen. "Mit der Art und Weise, wie wir unsere Leistung erzeugen, passt diese Strecke einfach nicht zum aktuellen Motorkonzept. An vielen Stellen der Runde muss man deutlich langsamer fahren, weil das Streckenlayout nicht zu den Hybridmotoren passt", so der Niederländer.