Zwei Stunden Schlaf waren für Ö3-Wecker-Moderator Philipp Hansa (35) jahrelang Alltag – dennoch startete er mit Millionen Radiohörern tagtäglich motiviert in den Tag. Im Podcast "MINDGAMES" sprach der Moderator jetzt ehrlich über schwierige und von Druck geprägte Zeiten beim Radio.
Vor allem die ersten Jahre nach der Übernahme des Ö3-Weckers seien extrem hart gewesen. Mit nur 24 Jahren trat Hansa, als jüngster Wecker-Moderator aller Zeiten, die Nachfolge von Andi Knoll an – an der Seite eines seiner großen Vorbilder: Robert Kratky. Eine Situation, die ihn stark unter Druck setzte.
"Ich glaube, die ersten paar Jahre habe ich wahrscheinlich auch bis zu einem gewissen Grad bereut, den Wecker übernommen zu haben," erzählt der 35-Jährige im Gespräch mit Host Lukas Riegler. Vor allem der Schlafmangel machte ihm schwer zu schaffen. "Die ersten drei, vier Jahre habe ich einen Montagswecker nie mit mehr als zwei oder drei Stunden Schlaf moderiert." Bis spät in die Nacht war er wach, um die Moderation für den kommenden Tag zu perfektionieren.
Der Druck sei so groß gewesen, dass sich die Situation für ihn zeitweise "wie eine kleine Mini-Depression" angefühlt habe. An vielen Sonntagabenden stellte er sich die Frage: "Warum tue ich mir das an?" Trotzdem habe ihn die Leidenschaft nie losgelassen, denn "Ich habe gespürt, ich kann was bewirken."
Bis heute sei genau das seine größte Motivation geblieben: Menschen das Aufstehen zu erleichtern und ihnen ein positives Gefühl für den Tag mitzugeben. Und trotz teilweise harter Zeiten macht er eines klar: "Ich arbeite voll gerne und ich mag meinen Job. Ö3 ist ein Lebensglück für mich."