Das Kreuzfahrtschiff "Hondius", das von einem tödlichen Hantavirus-Ausbruch betroffen ist, hat wegen schlechten Wetters im Industriehafen auf Teneriffa festgemacht. Laut dem spanischen Gesundheitsministerium bleibt das Schiff nur so lange dort, wie es unbedingt nötig ist, um die Sicherheit der letzten Passagiere und der Einsatzkräfte bei der Evakuierung zu gewährleisten.
Die örtlichen Behörden haben darauf gedrängt, dass die "Hondius" zuerst vorsichtshalber nicht direkt in den Hafen fährt. Deshalb hat das Schiff ein Stück vor dem Kai geankert.
Der Hantavirus-Ausbruch ist während einer Kreuzfahrt von Argentinien zu den Kapverden passiert. Drei Passagiere sind gestorben. Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen. Beim dritten Todesopfer geht die Weltgesundheitsorganisation WHO davon aus, dass es sich sehr wahrscheinlich ebenfalls um eine Hantavirus-Infektion handelt. Bei sechs weiteren inzwischen evakuierten Personen von der "Hondius" hat die WHO das Virus bestätigt. Außerdem gibt es noch einen Verdachtsfall.